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Ideengeber für Gaalbernfest
Hessentagswinzer „Karl Kulick“ mit St.-Ulrich-Plakette ausgezeichnet /
Gratulation von Roland Koch



Hünfeld. Als der „Hessentagswinzer“ ist Karl Kulick seit vielen Jahren in ganz Hessen bekannt. Zu seinem 70. Geburtstag konnte Bürgermeister Dr. Fennel ihm als Ehrengeschenk der Stadt Hünfeld gemeinsam mit dem Ersten Ehrenstadtrat Willi Vogt die St.-Ulrich-Plakette überreichen. Der Bürgermeister würdigte ihn als Motor und Ideengeber des Hünfelder Gaalbernfestes mit Weindorf, das aus dem Weindorf des Hessentages 2000 hervorgegangen ist.

Der in Lorch am Rhein geborene Winzer ist seit 37 Jahren mit Lieselotte Kulick verheiratet und gilt als der bekannteste Winzer aus dem kleinsten Weinanbaugebiet Deutschlands in Groß Umstadt an der Bergstraße. Seinen 70. Geburtstag beging er mit vielen Gästen, zu denen auch der „Hessentagskoch“ Elmar Zuspann, der Hünfelder Hessentagsbeauftragte Thomas Henkel und viele bekannte Persönlichkeiten wie der Fernsehmoderator des Hessischen Rundfunks, Karlheinz Stier, gehörten.

Auch der scheidende Ministerpräsident Roland Koch kam als Überraschungsgast mit seiner Ehefrau Anke und würdigte Kulicks Engagement für das Landesfest der Hessen, dem Hessentag. Karl Kulick hat nach den Worten von Hünfelds Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel ganz maßgeblich an der Entwicklung des Gaalbernfestes mitgewirkt, das heute zu den beliebtesten Festen in Hünfeld gehöre. Auch durch Kulicks Engagement, habe es sich zu einem weit über die Grenzen des Altkreises Hünfeld bekannten Fest entwickelt. Er habe somit maßgeblich zum Ansehen der Stadt Hünfeld beigetragen, wie es die Ehrenordnung der Stadt Hünfeld für diese Auszeichnung vorsieht.


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Frank: Bild sagt mir, was ich zu tun habe
Ausstellung im Museum Modern Art mit Bad Vilbeler Künstler


Thorsten Frank aus Bad Vilbel stellt seit Samstag „Freie Malerei“ im Hünfelder Museum Modern Art aus. Unser Bild zeigt den Künstler mit Heinz und Ingrid Kasper sowie Jürgen Blum bei der Ausstellungseröffnung.

Hünfeld. Malen ist für Thorsten Frank ein Prozess mit ungewissem Ausgang. Seine abstrakten Bilder entstehen jeweils in einem Prozess: „Das Bild sagt mir, was ich zu tun habe“. Arbeiten des Künstlers sind seit Samstag im Hünfelder Museum Modern Art zu sehen. Ingrid Kasper vom Stiftungsbeirat des Museums begrüßte gemeinsam mit Ingrid Hess vom Idea Kunstverein die Gäste der Ausstellungseröffnung. Sie ging dabei auf die besondere Technik des Künstlers ein, der mit selbst gemischten und hergestellten Acrylfarben in mehreren Schichten nicht nur Flächen gestaltet, sondern gegenständige Strukturen und konkrete Formen entwickelt.

Museumsleiter Jürgen Blum nutzte die Gelegenheit, allen zu danken, die an der Vorbereitung dieser Ausstellung mitgewirkt haben und Ingrid Heß wünschte den Besuchern eine spannungsreiche Auseinandersetzung mit den Arbeiten des Bad Vilbeler Künstlers. Dieser gab den Gästen einen interessanten Einblick in seine Arbeitsweise. So berichtete er, dass er die verwendeten Farben in vielen Schichten mit Spachtel und Farbrolle aufträgt. Aus bis zu 50 Schichten entwickelt sich dann im Laufe des Prozesses ein Bild, bei dem immer wieder auch tiefer liegende Schichten freigelegt werden.

Die Acrylfarben, die Frank verwendet, werden nicht nur individuell angemischt, er verwendet dabei auch ausgefallene Materialien wie verschiedene Gele oder auch Sand.

Wichtig ist für ihn, wie er während der Ausstellungseröffnung betonte, dass er keine fertigen Interpretationen seiner Bilder liefern will, sondern das Bild selbst stets die Interpretation sei.


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Auf zum „geheimnisvollen“ Stallberg



Dem „Hausberg der Hünfelder und des Rhönklub-Zweigvereins Hünfeld, dem Stallberg, wird am Sonntag, 5. September, eine besondere Würdigung zuteil. Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten „700 Jahre Stadtrechte Hünfeld“ wird der Stallberg-Rundwanderweg offiziell übergeben. Idee sowie Planung stammen vom ehemaligen Vorsitzenden des Hünfelder Rhönklub-Zweigvereins, Josef Wilhelm, der mit tatkräftiger Unterstützung von Wanderfreunden diesen Weg ins Leben rief. Der Flyer zu diesem Ereignis verrät es bereits: Es soll der „geheimnisvolle Basaltberg im Hessischen Kegelspiel“ erkundet werden. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 5. September, um 10 Uhr mit dem Treffen der Wanderer am Parkplatz Haselsee (Toilettenanlage), von wo die rund 14 Kilometer lange Wanderung über Haselstein zum Stallberg beginnt. Die Übergabe des Rundwanderweges wird um 14 Uhr am Wanderparkplatz Stallberg, links der L 3170 Richtung Großentaft, sein. Rhönklub-Präsidentin Regina Rinke wird die Übergabe vornehmen. Hünfelds Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel ein Grußwort sprechen. Die musikalische Umrahmung übernehmen die Jagdhornbläser Hünfeld. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Interessierte können im Anschluss die rund zehn Kilometer über Kirchhasel nach Hünfeld zurückwandern.


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Stadthalle wird für rund 630 000 Euro saniert
Weiterer Bewilligungsbescheid eingetroffen / Jetzt auch Erneuerung der Fensteranlagen


Hünfeld. Mit einem Gesamtvolumen von fast 630 000 Euro wird gegenwärtig die Stadthalle Kolpinghaus in Hünfeld saniert. Ziel der Arbeiten ist vor allem, künftige Unterhaltungsaufwendungen und Energie einzusparen, teilt dazu Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel mit.

Die Sanierung wird aus Mitteln des Investitionspakts des Landes Hessen mit rund 291 000 Euro gefördert. Der Magistrat hat jetzt nach Worten des Bürgermeisters einen zweiten Bewilligungsbescheid des Landes entgegennehmen können. Betraf der erste Bauabschnitt insbesondere die Erneuerung des Wintergartens, wo die vorhandenen Scheiben durch hoch wärmedämmende Verglasung ersetzt werden sollen, und die gesamte Haustechnik mit Lüftung Heizung und Kühlungsanlagen und der Außenisolierung der Fassaden, wird mit dem zweiten „Antragsfenster“ nun auch der Austausch der gesamten fast 24 Jahre alten Fenster möglich. Auch hier sollen besonders wärmedämmende Baustoffe zum Einsatz kommen. Weiterhin sind Malerarbeiten und die Sanierung der Außentreppen geplant. Trotz der laufenden Bauarbeiten konnte die  Gastronomie Gesellstube bereits am 1. August wieder in Betrieb genommen werden. Dort waren ebenfalls Malerarbeiten durchgeführt und der vorhandene Kachelofen erneuert worden.


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1 200 Kubikmeter Rohkompost sollen an Private kostenfrei und Gewerbliche verbilligt abgegeben werden 
Ausweitung der Annahme von Grünabfällen auf Gebiet des Altkreises hat zu erheblichen Mehrmengen geführt



Hünfeld. Der Eigenbetrieb Abwasseranlagen will im September bis zu 1 200 Kubikmeter Rohkompost an private Interessenten kostenfrei und an gewerbliche Abnehmer verbilligt zu fünf Euro je Kubikmeter abgeben. Wie Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel dazu mitteilt, hatte die Ausweitung der Annahme von Grün- und Gartenabfällen auf das gesamte Gebiet des Altkreises Hünfeld im vergangenen Jahr zu erheblichen Mehrmengen geführt. Deshalb lagert gegenwärtig mehr Rohkompost als in den Vorjahren auf der Anlage im Breitzbacher Weg in Hünfeld.

Durch die zeitlich auf den Monat September begrenzte Abgabe von Mehrmengen an private Haushalte und die verbilligte Abgabe an gewerbliche Kunden für fünf statt bislang fünfzehn Euro in diesem Zeitraum hofft der Eigenbetrieb, noch mehr Kunden als bisher ansprechen zu können. So lange die Annahme von Grün- und Gartenabfälle auf das Hünfelder Stadtgebiet begrenzt war, hatte sich auch die Abgabe in der Waage gehalten. Private Haushalte, die über eine Mülltonne verfügen, konnten jedes Jahr bis zu 500 Liter über kostenfreie Gutscheine im Bürgerbüro im Rathaus haben. Diese Gutscheine werden künftig aber nur für ein Jahr gültig sein.

Für den Kompost in der Kompostieranlage neben der zentralen Kläranlage werden ausschließlich Grün- und Gartenabfälle verarbeitet. Der Kompost wird regelmäßig kontrolliert und von einem Fachlabor untersucht und bietet somit geprüfte Qualität.

Die kostenlose Abgabe von Mehrmengen an private Haushalte und verbilligte Abgabe an gewerbliche Kunden soll als Werbeaktion dazu beitragen, neue Kunden und Interessenten zu gewinnen, damit sich die gestiegenen Anlieferungsmengen wieder mit der Abgabe die Waage halten. Außerdem soll Platz geschaffen werden, für die Herbstzeit, in der traditionell die größten Mengen angeliefert werden. Die Kompostieranlage ist dienstags und donnerstags jeweils von 15.30 bis 17.30 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet.


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Innenminister Bouffier stach das erste Weinfass an
Gaalbernfesteröffnung mit zahlreichen prominenten Ehrengästen



Hünfeld. Hessens Minsterpräsidentenkandidat und amtierender Innenminister Volker Bouffier gab sich keine Blöße beim Anstich des ersten Weinfass zum Auftakt des Hünfelder Gaalbernfestes. Sicher entfernte er den Stopfen und schlug den Zapfhahn ein.

Nach ihm probierten dies auch Proskaus Bürgermeisterin Roza Malik und ihre Amtskollegen aus Landerneau Patrick Leclerc und Günter Pührer aus Steinberg-Rothenkirchen. Hose und Schuhwerk blieben dabei trocken. Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel freute sich, zum Auftakt des Gaalbernfestes im Jubiläumsjahr 700 Jahre Stadtrechte Hünfeld so viele Ehrengäste im Stiftsbezirk willkommen heißen zu können. Neben dem Innenminister und den Bürgermeistern der Partnerstädte, die mit Delegationen zum Fest gekommen waren, zählten dazu auch der Bundestagsabgeordnete Michael Brand, der Landtagsabgeordnete Dr. Walter Arnold und sein Amtsvorgänger Winfried Rippert sowie der Präsident des Polizeipräsidiums Osthessen, Georg Hoff und zahlreiche Repräsentanten der Firmen, die das Gaalbernfest finanziell unterstützen. „Ihnen ist zu verdanken, dass sie das attraktive Programm erleben können“, betonte Dr. Fennel. Dazu gehören die Firma Procter & Gamble (Wella), August Bock & Sohn, Förstina, die Stadtwerke Hünfeld, die VR-Bank, Mode Vogt, das Autohaus Deisenroth, Möbelwirth, Kinderparadies, Steinacker und Höfer-Werbung.



Die Weinkönigin Maria die I. und Prinzessin Julia aus der kleinsten Weinbauregion Deutschlands, der Bergstraße hatte die Gäste zuvor bereits auf die heilende Wirkung des edlen Rebensaftes eingestellt. Den musikalischen Auftakt besorgten die Hünfelder Jagdhornbläser.



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Online auf dem Weg in die Stadtbibliothek



Über das neue web-basierende Kundensystem konnte sich Hünfelds Stadtrat Alois Kalb anlässlich des Tages der Offenen Tür in der Stadtbibliothek Hünfeld informieren. Zusammen mit weiteren Besuchern verschaffte er sich durch die sachkundige Einführung der Mitarbeiterinnen der Einrichtung einen Eindruck, wie diese Software, die auf einem separaten Server läuft, funktioniert. Benutzer können sich nun einloggen und den aktuellen Buch- und Medienbestand in der Stadtbibliothek mit zurzeit rund 18.000 Büchern und AV-Medien abrufen sowie diesen online bestellen. Wichtig dabei ist es vor allem, so die Bibliotheks-Mitarbeiterinnen, dass der Besucher erfahre, ob das Buch bzw. Medium gegenwärtig ausleihbar sei. Gezielt könne der User nach Schlagworten und Stichworten für Bücher und andere Medien suchen. Ein Vorteil, der vor allem für Schüler von Bedeutung ist, die Hausarbeiten und Referate vorbereiten müssen. Die Gesamtkosten dieser Neuanschaffung beliefen sich auf rund 7.000 Euro.


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Spielen zu Szenen aus der Hünfelder Stadtgeschichte
Spiel- und Sporttag der Hünfelder Konrad-Zuse-Schule am Haselsee

Hünfeld. Rund 700 Schüler aus Hünfeld und Hilders von der Konrad-Zuse-Schule haben sich am Dienstag zum traditionellen Spiel- und Sporttag zum Auftakt des neuen Schuljahres getroffen. In diesem Jahr stand das Spielefest unter dem Motto „700 Jahre Stadtrechte Hünfeld“. Dazu hatte sich der Lehrer Manfred Frank Spiele ausgedacht, die Szenen aus der Hünfelder Stadtgeschichte aufgriffen.

Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel und Schulleiter Gerhard Herget konnten die Schüler zum Auftakt des Spiel- und Sportfestes willkommen heißen. Dabei betonte Herget, dass es wichtig sei, auch Freude und Entspannung im Schulalltag zu erleben, denn das fördere Teamfähigkeit und Zusammenarbeit. Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel freute sich darüber, dass die Schule Themen aus der Stadtgeschichte aufgegriffen habe, die mit viel Freude und Begeisterung umgesetzt würden. Er warb dafür, dass die Schüler Freude an der Arbeit erleben sollten, denn dies sei wichtig, um ein Berufsweg erfolgreich gestalten zu können. Der Blick in die Vergangenheit zeige, dass es trotz aller gegenwärtigen Probleme den Menschen noch nie so gut gegangen sei wie heute. Deshalb hätten die Schüler allen Grund, die Zukunft mit Optimismus anzugehen.



Bei den Spielen war beispielsweise der “Große Brand von 1888“ ein Thema. Gruppen von Schülern mussten mit Bechern Wasser aus dem Haselsee schöpfen, um es zu einem Löscheimer unterhalb des Café zu bringen. Dabei war es den Schülern selbst überlassen, Strategien zu entwickeln, dies möglichst schnell zu tun. An die Gründung des HSV 1919 erinnerte ein Volleyballturnier, ein Staffellauf sollte an die Verbindungen zu Landerneau erinnern, zwischen beiden verschwisterten Städten hatte es in den 90er Jahren einen Lauf gegeben. Auch Kopfarbeit war gefragt. So mussten Rechenaufgaben in der Gruppe im binären Zahlensystem wie bei Konrad Zuse, dem Namensgeber der Schüler gelöst werden.


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Ein „Aushängeschild“ der Region dokumentiert seine Geschichte
„100 Jahre Museumsarbeit“ in Hünfeld / „Historische Stadtansichten“

Hünfeld. Es sei ein „wertvolles Buch über wesentliche Teile der geschichtlichen Entwicklung der Stadt sowie der ganzen Region“ - mit diesen Worten würdigte Hünfelds Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel die Neuerscheinung „Das Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und Kreisgeschichte mit integriertem „Votis Software Museum“ - 100 Jahre Museumsarbeit“. Ein Ausdruck dafür, dass dieses Museum „ein Juwel über regionale Grenzen hinaus“ geworden sei, ergänzte Kreisbeigeordnete Dr. Friederike Lang. Darüber hinaus wurde anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten „700 Jahre Stadtrechte Hünfeld“ die sehenswerte Sonderausstellung „Historische Stadtansichten“ eröffnet sowie der Flyer „Historischer Stadtrundgang“ präsentiert.



Die Publikation sei ein „besonderer Beitrag von nachhaltiger Bedeutung“, erläuterte Bürgermeister Dr. Fennel. So werde in diesem die Geschichte der Einrichtung zunächst dokumentiert und 22 Beiträge von 15 Autoren von „hoher Qualität“ vorgestellt. Dabei gehe es um geschichtliche Hintergründe und Zusammenhänge wie die Paulskirchenversammlung in Frankfurt von 1848 im Zusammenhang mit der Darstellung einer wichtigen Persönlichkeit des Hünfelder Landes, Johann Adam Förster. Auch die Kreisgeschichte spanne ihren Bogen bis zur Vor- und Frühgeschichte, da die „Umgebung von Hünfeld“, so der entsprechende Buchbeitrag, „zu den geologisch interessantesten Gebieten Hessens“ gehöre. Von besonderer Bedeutung sei die Erinnerung an die jüdischen Mitbürger. Weitere Beiträge befassen sich unter anderem mit der Nachkriegsgeschichte, den Heimatvertriebenen und Flüchtlingen, dem Eisernen Vorhang, der innerdeutschen Grenze, Licht und Turbine, dem Radio, der Sakralen Kunst, der Natur- und Jagdkunde sowie Patenschaften und Partnerschaften.

Gemeinschaftsprojekt
Das Museum, das gerade im Jubiläumsjahr sehr engagiert arbeite, sei „von Anfang an eine gemeinsame Initiative, ein gemeinsames Anliegen von Repräsentanten von Kreis und Stadt“ gewesen, unterstrich Bürgermeister Dr. Fennel. So sei ohne die In-die-Pflichtnahme der Stadt durch den Landkreis bei regelmäßigen finanziellen Zuwendungen ab 1969 die Entwicklung des Museums unvorstellbar gewesen. Später habe die Stadt Hünfeld mehr die Initiative und Hauptverantwortung übernommen. „Im Jubiläumsjahr manifestiert sich gemeinsam gesehen Verantwortung für dieses in dieser Form einmalige Museum in der Region in partnerschaftlich getragener Stiftung mit paritätischer Besetzung des Vorstandes: Landrat, Bürgermeister, Vize-Landrat, Vize-Bürgermeister“, erläuterte das Stadtoberhaupt weiter. Dr. Fennel dankte Alfred Etzel von der VR-Bank NordRhön sowie seinem Nachfolger Mario Jahn von der Sparkasse Hünfeld für die Finanzverwaltung der Stiftung, dem Museumsteam mit Museumsleiter Rigobert Guthmüller, seiner Stellvertreterin Ute Schneider und dem Geschäftsführer Karl Sauerbier, Margit Stock und Christina Most vom Stadtarchiv Hünfeld, den Sponsoren Wella bzw. Procter & Gamble, besonders dem Geschäftsführer Dietmar Jüngling, und der Wella Kulturstiftung sowie den Autoren. Für die Redaktion verantwortlich waren Helmut Käsmann und Bertram Lenz, für Grafik und Layout Julia Schneider von der Firma Heinelt Service + Druck.

Einen Blick in die Geschichte Hünfeld aus bescheidenen Anfängen zu einem attraktiven wirtschaftlichen und Arbeits-Standort zeichnete Museumsleiter Rigobert Guthmüller. Erste bildliche Darstellungen des Ortes reichten in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Ein Bild von der Stiftskirche gebe es dennoch nicht. Insgesamt zeigten die Bilder die Veränderung der Stadt in Zeiträumen mit sparsamer Beschriftung. Am Ende der Ausstellung könnten Besucher selbst Bilder zur Stadtgeschichte mit einbringen.

Für eine besondere, geradezu historische Überraschung sorgte Alfred Strauß, ehemaliger jüdischer Mitbürger der Haunestadt. Er überreichte Guthmüller einen Ausgießer für eine Schnapsflasche, den sein Vater früher verwendete. Grund genug für Bürgermeister Dr. Fennel, die besondere Bedeutung der „Verantwortungsübernahme für die Zukunft“ anlässlich dieser Ausstellung und bewegenden Momente bei der Eröffnung hervorzuheben.



„Juwel“
Denn Menschen prägten Gemeinschaft, Geschichte, eine Stadt, erläuterte Kreisbeigeordnete Dr. Lang. Das Museum sei ein „Aushängeschild“, das durch den Idealismus, die Verantwortungsbereitschaft und die Beharrlichkeit der Mitarbeiter entstanden sei. Die Stadt Hünfeld und der Landkreis seien dadurch „reicher geworden“.


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Eintauchen in eine „märchenhafte Welt“
Kindergarten St. Jakobus feierte 40. Jubiläum



Hünfeld. „Eine märchenhafte Zeit“, Spiel und Spaß standen im Vordergrund des Tages der Offenen Tür des Kindergartens St. Jakobus anlässlich seines 40. Geburtstages. Zahlreiche Kinder, Eltern und Besucher waren dieser Einladung gefolgt, um die Einrichtung zu besichtigen und ein abwechslungsreiches Programm, beispielsweise mit Andreas Wahlers Märchen aus „Tausend und einer Nacht“, zu genießen.

1970 wurde die Katholische Kindertagesstätte St. Jakobus durch die Stadt Hünfeld auf dem Grundstück der Katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus gebaut und ging in die Trägerschaft der Pfarrgemeinde St. Jakobus über, erklärte Kindergartenleiterin Melanie Schmidt in ihrer Begrüßung. Sie stehe mit dieser Einrichtung in besonderer Verbindung, sei sie doch selbst als Kindergartenkind hier gewesen; ihre Kinder besuchten ebenfalls die Kindertagesstätte. Die Kita hätte sich „einen sehr guten Namen bzw. Ruf erarbeitet“ und biete den Kindern „einen Lebensraum, in dem sie ihre individuellen Fähigkeiten entfalten und zu Persönlichkeiten heranwachsen können“.

Pfarrer Peter Borta konnte dies nur bestätigen. Hier werde Glaube im Alltag gelebt, im Umgang miteinander und in der Erziehung. Gerade dies sei auch der entscheidende Ansatz für die Stadt Hünfeld, betonte Hünfelds Erste Stadträtin Monika Mihm. Kinder seien unsere Zukunft, in die investiert werden müsse; eine Perspektive, die die Stadt Hünfeld mit Nachdruck verfolge.



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Friedländer und Neustädter jetzt gemeinsam
Empfang für „Patenkinder“ der Stadt und des Kreises / Fundstücke des Tafelfichtenturms

Hünfeld. Der Kreis der Generationen, die das Unrecht der Vertreibungen noch selbst erlebt hatte, ist naturgemäß kleiner geworden. Dennoch trafen sich am Gaalbernfestwochenende rund 80 ehemalige Bewohner der Stadt Neustadt und des Kreises Friedland zu ihrem ersten gemeinsamen Treffen in Hünfeld. Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld konnten die Teilnehmer im Hünfelder Rathaus willkommen heißen.

Dabei versicherte der Bürgermeister den Teilnehmern, dass die Stadt Hünfeld, so lange es die Neustädter wünschten, die Patenrolle weiterführen werde. Auch der Landkreis Fulda wolle diese besondere Patenschaft für die Friedländer weiter tragen. Neustadt gehörte zum Kreis Friedland. Er dankte der Neustädter Gildenmutter Doris Gärtner und dem Obmann der Friedländer, Gottfried Herbig, dass diese neue Gemeinsamkeit nun möglich geworden sei. Deshalb werde der Empfang der Stadt Hünfeld erstmals nicht von der Stadt allein sondern gemeinsam mit dem Kreis ausgerichtet. Dies sei sicherlich eine gute Weichenstellung für kommende Begegnungen. Er hoffe, sagte der Bürgermeister, dass es auch für die Kinder und Enkel in Zukunft interessant bleibe, nach Hünfeld zu kommen, zumal dort im Rahmen eines Partnerschaftsprojekts zwischen Kreis und Stadt im Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und Kreisgeschichte Interessantes über Neustadt ausgestellt werde und der Landkreis biete weiterhin seine Friedlandstube im alten Landratsamt an.

Besondere Grüße konnte der Bürgermeister auch von der Landesmutter der Friedländer, Baronin Marie Sophie Doblhoff-Dier und ihrem Gatten übermitteln. Gemeinsam mit seiner Frau, sagte der Bürgermeister, habe er die Baronin im vergangenen Jahr in Österreich besucht.



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„Friedlandecke“ im Kreishaus vorgestellt
Enge Verbundenheit der Heimatvertriebenen mit Hünfeld / Kretschmer verabschiedet

Hünfeld. Erstmals trafen sich in Hünfeld die ehemaligen Bewohner des Heimatkreises Friedland und der Stadt Neustadt an der Tafelfichte zu einem gemeinsamen Bundestreffen. Zu diesem Anlass wurde eine so genannte „Friedlandecke“ in der Eingangshalle des Kreishauses Fulda durch Landrat Bernd Woide gemeinsam mit Hünfelds Erster Stadträtin Monika Mihm übergeben. Zu sehen ist eine von Franz Neumann bebilderte Informationstafel zum Heimatkreis Friedland/Isergebirge.

Die besondere und intensive Verbindung des Altkreises Hünfeld bzw. Hünfelds zu den Heimatvertriebenen betonte Gastgeber Woide in seinem Grußwort. 1955 übernahm die Stadt Hünfeld die Patenschaft für die ehemaligen Bewohner von Neustadt, 1961 folgte der Kreis Hünfeld mit der Übernahme der Patenschaft für den ehemaligen Heimatkreis Friedland. Grund genug für Landrat Woide, diese Heimatverbundenheit der Gäste, die sogar aus Australien angereist waren, zu würdigen. Diese „Friedlandecke“ neben der der Statue Wallensteins und der jetzt angebrachten Tafel solle gerade Jugendliche auffordern, sich mit Geschichte und Heimat zu beschäftigen. Es solle Tradition aufrechterhalten werden sowie eine Mahnung sein, dass Krieg und Vertreibung nicht wieder passieren dürften.

Grund genug für Hünfelds Erste Stadträtin Monika Mihm, die gewachsene Verbundenheit der Haunestadt mit den Friedländern und Neustädtern zum 32. Bundestreffen herauszuheben. Gerade anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten „700 Jahre Stadtrechte Hünfeld“ sei diese Begegnung eine „herausragende Veranstaltung“.

Darüber hinaus wurde mit Wilhelm Kretschmer ein verdientes Mitglied verabschiedet. Dieser habe, so Woide, mit seinen zahlreichen Ämtern in der Bundesvereinigung, darunter als Schatzmeister, Schriftführer, Verantwortlicher für die „Friedlandstube“ und Redakteur des „Friedländischen Heimatboten“, zahlreiche Meriten erworben - und dies im Ehrenamt. Woide dankte zusammen mit Mihm ihm und seiner Familie für diesen besonderen Einsatz. Ein Dank, dem sich Heimatkreisbetreuer Ottfried Herbig nur anschließen konnte. Gildenmutter Doris Gärtner blieb es überlassen, der Stadt Hünfeld für ihre großzügige Unterstützung zu danken, die die heimatliche Verbundenheit der Heimatvertriebenen nachhaltig fördere.

Kretschmer, der sich seit über 40 Jahren engagiere, dankte allen, insbesondere seiner Familie, für ihre Unterstützung. Als Mitarbeiter des Landkreises habe er sich in seiner beruflichen Zeit stets um den Ausgleich zwischen den Friedländern und den politisch Verantwortlichen bemüht.



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Fest der Europäischen Freundschaft im Lokschuppen
Jubiläumstreffen mit den Hünfelder Partnerstädten / „Solidarität und Optimismus für die Zukunft“


Geschäftsführer Arnold Grolmus vom Hünfelder Partnerschaftsverein und Proskaus Bürgermeisterin Roza Malik beim Treffen der Partnerstädte zum Stadtjubiläum.

Hünfeld. Das Bild hätte bunter nicht sein können. Im Lokschuppen trafen sich Delegationen aus allen Hünfelder Partnerstädten und Gemeinden sowie aus der mit Hünfeld freundschaftlich verbundenen Nachbarstadt Geisa. Auf der Bühne sorgte die Jugendkapelle Kapyrs aus Proskau für beste musikalische Unterhaltung, und alle Bürgermeister betonten in ihren Ansprachen und Grußworten den Wert der Solidarität über Grenzen hinweg, die Freundschaft und den Optimismus für die Zukunft.



Wir freuen uns, betonte Bürgermeister Dr. Fennel, dass in diesen Tagen zahlreiche Freunde aus Anlass des Jubiläums „700 Jahre Stadtrechte“ nach Hünfeld gekommen seien, um mit den Hünfeldern zu feiern. Sie bewiesen damit erneut ihre Verbundenheit und Freundschaft mit den Hünfeldern. Neben dem 700jährigen Jubiläum der Stadtrechtsverleihung habe die Stadt in diesem Jahr noch einen zweiten besonderen Anlass begangen mit dem 100. Geburtstag des Ehrenbürgers, Computerpioniers und Namensgebers der Stadt, Professor Konrad Zuse.


Bürgermeister Günter Pührer aus Steinberg überreichte seinem Hünfelder Amtskollegen Dr. Fennel einen kräftigen Schluck des in Steinberg-Wernesgrün gebrauten Bieres.

Sein Landerneer Amtskollege Patrick Leclerc sah, dass die große Delegation von Gästen aus Landerneau ein Zeichen der Verbundenheit sei. Er freue sich aber auch, seine Amtskollegin Roza Malik aus Proskau, Günter Pührer aus Steinberg und Martin Henkel aus Geisa zu grüßen. Hünfeld sei das Bindeglied zwischen diesen Kommunen, das die Existenz von Respekt und Freundschaft möglich mache. Er erinnerte auch an die Verdienste der im vergangenen Jahr verstorbenen Josette Floch, die sicherlich mit großer Freude dieses Ereignis mitgefeiert hätte. Er sei froh und dankbar, dass der Weg weitergegangen werden könne, den sie mit geebnet habe. Seine Amtskollegin Roza Malik aus Proskau hob hervor, dass heute nicht nur wichtig sei, öffentliche und soziale Arbeit in Kommunen zu leisten, sondern vor allem Menschen für Ideen zu begeistern, um schwierige Situationen zu meistern. Hünfeld sei für sie immer beispielgebend gewesen, weil in den letzten Jahren, die sie überblicken könne, Strukturen geschaffen wurden, die eine hervorragende Lebensqualität ermöglichten. „Ihr seid zu einer wunderbaren und großartigen Stadt geworden. Der Hessentag 2000 und der Titel Konrad Zuse Stadt sind nur zwei herausragende Beispiele dafür“, betonte die Proskauer Bürgermeisterin. Auch Günter Pührer, Bürgermeister von Steinberg im Vogtland, verwies auf die gemeinsamen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch das Weltunternehmen Wella. Diese sei in Rothenkirchen, Gemeinde Steinberg, gegründet und nach dem Krieg in Hünfeld wieder gegründet worden. Für die Steinberger sei es ein Glücksfall gewesen, dass sich die Wella ihrer Wurzeln entsonnen habe. Steinberg sei auch dankbar für die Hilfe, die die Gemeinde nach dem Fall der unseligen Mauer durch Hünfeld beim Aufbau eines kommunalpolitischen Lebens erhalten habe.


Geisas Bürgermeister Martin Henkel überreichte ein Gemälde an Hünfelds Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel. 

Gemeinsames Zuhause
Martin Henkel aus Geisa erinnerte an den Beginn der besonderen Freundschaft mit Hünfeld. Die Geisaer hätten nichts davon gewusst, dass Hünfeld schon 1986 Initiativen ergriffen habe, mit Geisa eine Partnerschaft einzugehen. Dies sei aber damals angesichts der menschenverachtenden, mörderischen Innerdeutschen Grenze nicht möglich gewesen. Heute pflegten Hünfeld und Geisa freundschaftliche Verbindungen zueinander. Schließlich bildeten das Hünfelder Land und das Geisaer Amt schon seit Menschen Gedenken eine tiefe verwandtschaftliche Einheit. Deshalb sei es nur folgerichtig gewesen, dass am 10. März 1990 eine deutsch-deutsche Städtepartnerschaft gegründet worden sei, die maßgeblich dabei geholfen habe, die Folgen unnatürlichen staatlichen Teilung Deutschlands nach über 40 Jahren zu überwinden. Zehn Jahre nach der Partnerschaft unterzeichneten beide Städte einen Freundschaftsvertrag, denn die Ziele der Städtepartnerschaft zwischen den Nachbarn Hünfeld und Geisa seien erreicht gewesen. Er schloss mit dem Wort von Hermann Hesse: „Wo befreundete Wege zusammenlaufen, dabei sieht die ganze Welt für eine Stunde wie Heimat aus“. Er freue sich, dass im Hünfelder Lokschuppen viele befreundete Wege zusammenliefen: Hünfeld, Landerneau, Proskau, Steinberg und Geisa. Alle fühlten sich in dieser Stunde zuhause.

In besonderer Weise zuhause sein wird auch Eugen Kutzka künftig in Landerneau, dem durch Bürgermeister Leclerc und seinen Beigeordneten Michelle Riou eine Urkunde zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde ausgehändigt wurde. Die Urkunde trug die kleine neunjährige Pauline Barnier, die einer Familie entstammt, die schon in der vierten Generation in der Partnerschaft aktiv ist. Als weiteres Geschenk hatte der Landerneer Bürgermeister eine handgeschnitzte Statue des Schutzpatrons der Bretagne, Saint Ives, mitgebracht. Kutzka sei einer der Männer der ersten Stunde dieser Partnerschaft gewesen und habe über 40 Jahre ein unvergleichliches Engagement für diese Freundschaft gezeigt, betonte Leclerc. Kutzka zeigte sich überrascht und sehr geehrt von dieser Auszeichnung. Er habe nicht mehr getan, als es seine Pflicht gewesen sei, betonte er in seinen Dankesworten. In Frankreich habe er schon in seiner Jugend nur offene Türen gefunden. Auch durch den Partnerschaftsverein von Landerneau wurden die Verdienste von Eugen Kutzka, aber auch von Bernd Ebert und Rigobert Guthmüller in besonderer Weise gewürdigt. Der stellvertretende Vorsitzende Piere Pouchous überreichte in Anerkennung ihrer Verdienste um die Freundschaft einen künstlerisch gestalteten Teller.



Rigobert Guthmüller wurde im Rahmen des Treffens der Partnerstädte zum Gaalbernfest zum Ehrenmitglied des Hünfelder Partnerschaftsvereins ernannt. Kurt Schramm überreichte gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel Rigobert Guthmüller die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied des Hünfelder Partnerschaftsvereins.


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Rote Rosen zum Gedenken
Projekt Stolpersteine übergeben / Strauss: „Einziges Verbrechen, jüdischen Glaubens zu sein“



Viele Teilnehmer der Gedenkveranstaltung zur Übergabe der „Stolpersteine“ in der Hünfelder Innenstadt schämten sich ihrer Tränen nicht. In einer bewegenden Feierstunde legten Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel und Stadtverordnetenvorsteher Dietmar Weidenbörner Rosen zum Gedenken an die jüdischen Opfer nieder, die durch die Nationalsozialistische Gewaltherrschaft ermordet wurden. Alfred Strauss, in Hünfeld geborener Jude war eigens aus New York mit seiner Tochter Karen angereist und sprach das jüdische Totengebet.

Die Zeremonie fand vor dem Haus Töpferstraße 20 statt, wo bis zu ihrer Deportation nach Theresienstadt 1942 Helene und Josephine Strauss lebten. Insgesamt wurden 14 Hünfelder Juden Opfer des Holocaust. Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel sprach von einem grausamen Unrecht der menschenverachtenden Nazi-Diktatur, das niemand wieder gutmachen könne. Was aber getan werden müsse, sei, diese Ereignisse nicht der Vergessenheit preiszugeben, damit es nicht erneut in Deutschland oder anderen Orten der Welt ein Holocaust geben könne. 700 Jahre Hünfelder Stadtgeschichte seien zugleich auch zwischen 300 und 400 Jahre Geschichte des jüdischen Lebens in dieser Stadt. 1942 sei dieses Leben erloschen. Er freue sich, dass Alfred Strauss mit seiner Tochter aus New York  den Weg bis in seine ehemalige Heimatstadt gefunden habe und er Hünfeld trotz der schlimmen Ereignisse noch als seine Heimatstadt bezeichne. Worte des Dankes richtete er auch an Bastian Nitzschke, dessen Initiative es zu verdanken sei, dass der Künstler Gunter Demnig im Rahmen seiner europaweiten Initiative auch in Hünfeld diese Stolpersteine verlegt habe. Ein besonderes Willkommen richtete er an Elisabeth Sternberg-Siebert, die sich großartige Verdienste um die Aufbereitung und Bewahrung der Geschichte der jüdischen Gemeinden im Altkreis Hünfeld und in der Stadt Hünfeld erworben habe. Durch ihre Bücher und durch ihre Mitarbeit im Stadt- und Kreisgeschichtlichen Museum habe sie einen großartigen Beitrag dazu geleistet, dass die Geschichte der jüdischen Familien und ihr schlimmes Schicksal in der NS-Zeit nicht vergessen würden. In Anerkennung ihrer wertvollen Arbeit überreichte ihr Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteher Dietmar Weidenbörner als Ehrengeschenk der Stadt Hünfeld die St. Ulrich-Plakette.

Alfred Strauss, der das jüdische Totengebet sprach, sagte, dass das einzige „Verbrechen“ der Opfer ihr jüdischer Glaube gewesen sei.

Die Anwesenheit seiner Bürgermeisterkollegen aus den Partnerstädten Proskau, Roza Malik und Landerneau, Patrick Leclerc bewertete der Bürgermeister als eine große Geste der Verbundenheit auch und gerade in einem Augenblick schmerzvollen Gedenkens.

„Wir verneigen uns in Demut und in Trauer vor allen Opfern des schrecklichen Naziterrors. Wir gedenken in besonderer Weise unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern“, betonte Dr. Fennel. Bastian Nitzschke, der die Initiative für Hünfeld zur Verlegung der Stolpersteine ergriffen hatte, verlas im Rahmen der Feierstunde ein Grußwort des Künstlers Gunter Demnig. Der Künstler zeichnete seine Aktion als ein europaweites Gesamtkunstwerk, das die Menschen dazu anhalte, mit Herz und Kopf zu „stolpern“.

Gemeinsam mit Larissa Kramer, Melina Koch, Arne Hettwer und Kim Schubert erinnerte Elisabeth Sternberg-Siebert in kurzen Texten an die Lebensgeschichte und die grausame Ermordung von 14 jüdischen Mitbürgern während der Zeit des Dritten Reichs. Dazu hatte sie Lebenserinnerungen, Briefe und andere Zeitzeugnisse ausgewertet.

Insgesamt wurden 14 ehemalige Hünfelder Bürger jüdischen Glaubens Opfer des Nazi-Terrors. Zu ihnen gehörten Meier Bienstein, Czerna Bienstein, Julius Nussbaum, Ida Nussbaum, Isak Steinberger, Hulda Steinberger, Helene Strauss, Josephine Strauss, Emilie Strauss, Frieda Wertheim, Isaak Wertheim, Isaak Würzburger, Klara Würzburger und Manfred Weinberg. Die „Stolpersteine“ wurden im Pflaster ihrer ehemaligen Häuser eingebracht und nennen Geburtstag, Name und den Tag ihrer Ermordung in den Todeslagern.


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Hünfelds Geschichte einmal anders erlebt



Vielleicht wunderte sich so mancher, als Freitagnacht zahlreiche Menschen, geführt von Stadtführern in historischen Gewändern, durch die Haunestadt zogen. Es waren historische Stadtrundgänge anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten „700 Jahre Stadtrechte Hünfeld“ und der Museumsnacht. Es gab viel Neues, selbst für Einheimische, zu erfahren. Wo liegen eigentlich nochmal die Wurzeln des Ortes, was machte früher die Stadt aus, wer war hier einmal zu Besuch? Und mit Überraschungen sparten die Organisatoren nicht. So begegneten die Teilnehmer Walther von der Vogelweide oder Napoleon, der hier vermeintlich seine Rechnungen nicht bezahlte. Die zahlreichen Besucher, darunter aus den Partnerstädten Landerneau und Proskau, waren begeistert. Das Stiftsgewölbe war der Endpunkt der Stadtrundgangs, wo es einen Aha sowie Gaalbern-Gummibärchen gab, bevor es auf das 11. Gaalbernfest ging.


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Nicht nur eine Erinnerung, sondern musikalischer Tiefgang
Bonifaz Maria Krug – der „Hünfelder Erzabt in Monte Cassino“



Hünfeld. Eine „kirchenmusikalische Autorität“ sei er gewesen, aber auch gefühlsbetont, geradezu träumerisch war er. Die Rede ist von dem bedeutenden Kirchenmusiker Don Bonifaz Maria Krug (1838-1909), dem Erzabt von Monte Cassino, der aus Hünfeld stammte. Ein Klavier- und Chorkonzert mit dem Chor S. Giovanni Battista aus Cassino unter der Leitung von Fulvio Venditti sowie Pianist Michele D´Agostini vom Kloster Montecassino machte seine einfühlsamen, bewegenden Kompositionen uns bewusst.

Es sei und war „ein musikalisch einmaliges Erlebnis“, würdigte der Superior der Hünfelder Oblaten, Pater Karl-Heinz Vogt OMI, das Klavier- und Chorkonzert zu Ehren von Bonifaz Maria Krug in der Kirche des Hünfelder Bonifatiusklosters Hünfeld. Die Veranstaltung ging auf eine Initiative von Carl Krug, einem Nachfahren des Erzabtes, zurück, der im Rahmen von Familienforschungen auf die Stadt Hünfeld und Heinrich Leo Ebert stieß, der sich mit dessen Geschichte befasste. Das Konzert stellte auf beeindruckende Weise, emotional wie handwerklich, den „begabten Orgel- und Klavierspieler sowie Komponisten“ Bonifaz Maria Krug vor, erläuterte Carl Krug, der den Lebensweg des ursprünglich evangelischen, dann in Hünfeld katholisch getauften Krug, der nach Amerika auswanderte und schließlich Erzabt im Kloster Monte Casino wurde, vor.
Das Klavierkonzert thematisierte „Das Leben Jesu“, ein Werk für Piano in sechs Teilen: die Sätze Nazareth, Bethlehem, Genezareth, Gethsemane, Golgatha und Halleluja. Die „größten Mysterien Christi“, dargestellt in Harmonien, im Gebet, aus der Zeit um 1885. Die Zuwendung zu Gott stehe, so Krug, im Mittelpunkt. Kommentiert mit Bibelworten von Pater Josef Katzer OMI. Tiefgehende Farben zeigten die Klangfülle eines Komponisten, der die Liebe zur Musik mit der Liebe zu Gott und auch Maria verband.
„Der Gesang als gemeinsames Gebet“, so die selbst formulierte Aussage des 1989 gegründeten Chores, wurde dann deutlich in den Gesängen „O salutaris Hostia“, „Tantum ergo n. 3“, Ave, maris stella“, „Signifer“ und „Dormi, non piangere“. Ergänzt durch drei Werke aus dem großen Repertoire des Chores: „Panis Angelicus“ von Cesar Franck, „Adoro te devote“ von Charles Gounod sowie „Benedictus et Scholastica“ von Lorenzo Perosi. Und zum Abschluss noch die große Überraschung: die deutsche Nationalhymne auf der Orgel der Klosterkirche, gespielt von Maestro Michele D´Agostino, dem Hauptorganisten der Kathedrale von Monte Cassino.
Der Schlusssatz von Carl Krug brachte es auf den Punkt nach einem überaus gelungenen Konzert: „Die Musik von Bonifaz Maria Krug ist wieder zurück in ihrer Heimat“.
Bei einem Empfang im Hünfelder Bonifatiuskloster dankte Krug im Beisein vieler Familienmitglieder Bürgermeister Dr. Fennel für die herzliche Aufnahme in der Haunestadt. Ein Dank, den dieser nur zurückgeben konnte und an Leo Ebert weitergab. Er betonte die große Bedeutung des Klosters für Hünfeld, dessen erste Heimat im Rathaus war.
Es war ein Abend, der auch Gelegenheit gab, einander zu danken. Chorleiter Fulvio Venditi übergab Bürgermeister Dr. Fennel ein Gemälde vom Kloster Monte Cassino, gemalt von der Tochter eines Chormitglieds, eine Reproduktion von dem Konvent, einen Wimpel, einen Choraldruck einer Originalbuchseite aus dem Kloster, den Abdruck des ersten, in italienischer Sprache verfassten Dokuments aus dem Jahre 970 sowie eine DVD über das Kloster. Von Seiten des Stadtoberhauptes erhielt der Chorleiter Venditti einen Leinendruck des St. Bonifatiusklosters, sowie eine Klostermedaille und das Faltblatt „Das Rathauskloster“, das ebenfalls Carl E. Krug, Superior Pater Vogt OMI und Heinrich Leo Ebert überreicht wurde.


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Eine Spende in Höhe von 500 Euro konnte Nicole Gerlach von der Bäckerei Gerlach an den Natur- und Waldkindergarten Kirchhasel übergeben. Das Geld stammt aus dem Erlös des Verkaufs von frischem Zwetschgenkuchen anlässlich der Wiedereröffnung der Bäckereifiliale in der Hünfelder Innenstadt. Auch Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel hatte sich seinerzeit bei dem Verkauf anlässlich der Wiedereröffnung engagiert. Stadtrat Alois Kalb, Vorsitzender des Trägervereins der Kindertagesstätte, und die Leiterin der Waldkindergartengruppe, Susanne Fischer, freuten sich über die großzügige Unterstützung, die sicherlich manche Anschaffungen möglich machen werde. Susanne Fischer kündigte an, dass mit den Kindern gemeinsam überlegt werden solle, was für dieses Geld angeschafft werden soll. Einer der Wünsche, der damit Realität werden könnte, ist der Kauf eines Schwungtuchs, das die Kinder für Spiele im Wald verwenden wollen.


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„Bodenständig und zukunftsfähig“
Festakt zum 700jährigen Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte an Hünfeld / Jubiläumsband wurde vorgestellt



Hünfeld. Die Verleihung der so genannten Gelnhäuser Stadtrechte vor 700 Jahren an Hünfeld hat Bedeutung bis heute. Darauf machte Dr. Berthold Jäger, Bibliotheksdirektor des Priesterseminars in Fulda, in seinem Vortrag im Rahmen des Festaktes zu diesem Jubiläum am Montag im Hünfelder Lokschuppen aufmerksam.

Vor rund 100 geladenen Gästen überbrachte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke die Glückwünsche der Landesregierung zu diesem besonderen Jubiläum. Auch Landrat Bernd Woide, der gemeinsam mit dem Kreistagsvorsitzenden Franz Rupprecht nach Hünfeld gekommen war, hob die herausragende Bedeutung des Jubiläums hervor. Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel verwies in seiner Begrüßung darauf, dass die Stadt Hünfeld darauf verzichtet habe, dieses Jubiläum mit einer besonderen Festveranstaltung zu begehen. Angesichts der dramatischen Entwicklung der Kommunalfinanzen, die auch Hünfeld mit besonderer Härte im Jubiläumsjahr getroffen habe, sei durch den Ältestenrat beschlossen worden, auf eine aufwändige Festveranstaltung zu verzichten. Stattdessen gibt es im Jubiläumsjahr viele nachhaltig wirkende Ereignisse wie den 100. Geburtstag des Ehrenbürgers Professor Dr. Konrad Zuse, der die Präsentation des Nachbaus seines ersten Computers der Welt, der Z 3, und andere Veranstaltungen, die dem Jubiläumsjahr ein besonderes Gewicht verliehen, so Dr. Fennel. Dazu gehörten auch ein Treffen mit den Freunden aus den Partnerstädten, die Übergabe des Hünfelder Grimm´s Märchenrundwegs durch die Dr. Hans und Hildegard Medler-Stiftung und am Dienstagabend die Aufführung von Werken des gebürtigen Hünfelder Erzabts Bonifaz Maria Krug von Monte Cassino durch den Gemischten Chor „St. Giovanni Battista“ aus Italien. Besonders freute sich der Bürgermeister, dass sein Amtsvorgänger Bernhard Mihm den Weg aus Paderborn nach Hünfeld gefunden hat. Dr. Walter Lübcke, Regierungspräsident aus Kassel, betonte, dass Hünfeld aus seiner Sicht nicht nur eine reiche Geschichte, sondern hervorragende Perspektiven für die Zukunft habe. Er sei als Regierungspräsident stolz auf solche Städte in seinem Bezirk, die für die Zukunft gut aufgestellt seien. In Hünfeld habe es Tradition, so der Regierungspräsident, nicht dem Obrigkeitsdenken zu verfallen, sondern die Obrigkeit zu fordern. Die Menschen seien „bodenständig“. Auch Landrat Bernd Woide sprach von einem besonderen städtischen Selbstbewusstsein, mit dem dieses Jubiläum begangen werden könne. Es sei falsch, den Landkreis nur durch das Oberzentrum Fulda zu definieren. Vielmehr übernehme auch das Mittelzentrum Hünfeld herausragende Aufgaben für das gesamte Umland. Als Stadt biete Hünfeld die notwendige Infrastruktur, um diese Aufgaben für das Umland zu erfüllen. Dazu leiste auch der Kreis mit seinen Schulen einen besonderen Beitrag. Er schloss mit dem Wunsch, dass das bürgerschaftliche Selbstbewusstsein nicht nur die Vergangenheit Hünfelds ausmachen solle, sondern auch in Zukunft erhalten bleiben müsse.


Festvortrag von Dr. Jäger
In seinem Festvortrag zeichnete Dr. Berthold Jäger ein Bild von den politischen Verhältnissen des späten Mittelalters, die zur Stadterhebung Hünfelds führten. Die Stadtrechte für Hünfeld seien an das Kloster zu Fulda verliehen worden, dessen Fürstabt auch die weltliche Macht inne hatte. Hünfeld habe sich besonders durch seine Lage an der früheren Heer- und Handelsstraße Frankfurt-Leipzig dafür geeignet. Die Stadtrechte seien mit vielen Privilegien verbunden gewesen, die den politischen Einfluss und die wirtschaftliche Entwicklung gefördert hätten. Aus den wenigen Quellen, die aus dieser Zeit vorliegen, beschrieb Dr. Jäger Hünfeld als eine kleine Stadt mit kaum mehr als 600 bis 800 Einwohnern, dessen einzige feste Gebäude das Stift, die Stadtpfarrkirche und eine Burg gewesen seien. Die übrigen Häuser hätten wahrscheinlich aus Holzhäusern bestanden. Im 13. Jahrhundert sei die Stadt befestigt worden und habe mit dem Großenbacher Tor, dem Niedertor und dem Fuldaer Tor drei Türme erhalten. Mit der Stadtrechtsverleihung seien viele Privilegien verbunden gewesen wie das Marktrecht, die Ausübung von Handwerk und das Recht der Stadtbürger, ihren Besitz vererben zu können. All dies habe die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt gefördert.

Die Stadtrechtsverleihung ist nach den Worten von Jäger nicht nur ein historisches Datum aus mittelalterlicher Zeit, sondern wirkt bis heute fort. Nur eine Stadt mit diesen Rechten habe sich so entwickeln können, wie dies Hünfeld getan hatte. Dies reiche bis hin zum Anschluss an das Bahnnetz 1866, zum Bau von Bildungseinrichtungen für das gesamte Umland und zur wirtschaftlichen Entwicklung, die die Stadt vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg genommen habe. Deshalb wirke dieses geschichtliche Ereignis von vor 700 Jahren bis heute fort.


Vorstellung Jubiläumsbuch
Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel übernahm es, das neue Jubiläumsbuch „700 Jahre Stadtrechte“ während des Festakts vorzustellen. Insgesamt 23 Autoren haben darin Beiträge zur Stadtgeschichte und zur gegenwärtigen Entwicklung Hünfelds veröffentlicht. Neben einem umfangreichen Beitrag über die kirchengeschichtliche Entwicklung Hünfelds von Dr. Berthold Jäger enthält das Buch auch Kapitel über die Zeit des Nationalsozialismus, Abhandlungen über das Hünfeld Leib- und Magengetränk Aha´s Excelsior und die Hünfelder Brauereien sowie kleinere Kapitel über die 50jährige Entwicklung des Stadions Rhönkampfbahn oder den Pferdesport in der Region. Ein besonderes Gewicht haben auch Kapitel zur Bedeutung Konrads Zuses als Künstler von Elmar Hegmann und eine Abhandlung von Professor Dr. Horst Zuse über das Ringen um internationale Anerkennung für das Lebenswerk seines Vaters. Das Buch ist seit Dienstag im Bürgerbüro der Stadt Hünfeld erhältlich und kann auch während des Gaalbernfestes ab Donnerstag im Stiftsbezirk erworben werden.

In seinen Schlussworten dankte der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Berthold Quell den Autoren, der das Buch in den Kontext zu den bisher erschienenen Jubiläumsbüchern „1200 Jahre Hünfeld“ und „1225 Jahre Campus Unofelt“ stellte. Quell richtete trotz aller gegenwärtigen Probleme um die kommunale Finanzkrise einen optimistischen Blick in die Zukunft. Hünfeld habe gute Perspektiven, auch diese Herausforderungen zu bestehen.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde durch das Saxophonquartett „Sax & More“ mit Willi Genßler, Ute Krönung, Pia Sauer und Julia Laibach.


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Florales und Hünfelder Motive
Dorota Kaszubowska aus Proskau stellt in der Sparkasse aus



Hünfeld. Hünfelder Impressionen und florale Motive stellt die Proskauer Künstlerin Dorota Kaszubowska gegenwärtig in der Sparkasse Hünfeld aus. Wie Mario Jahn, Niederlassungsleiter der Sparkasse Hünfeld anlässlich der Eröffnung betonte, werde mit dieser Ausstellung eine schöne Tradition fortgesetzt. Nachdem bereits zahlreiche Künstler aus der französischen Partnerstadt Landerneau ausgestellt hätten, sei dies die zweite Ausstellung eines Proskauer Künstlers.

Er dankte allen Helfern und dem Partnerschaftsverein Hünfeld, dass diese Ausstellung zustande gekommen sei. Auf die Werke der Künstlerin eingehend, betonte er, dass diese von floralen Motiven von der Natur inspiriert würden.

Für den Partnerschaftsverein dankte der stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Proskau im Partnerschaftsverein, Elmar Mihm der Sparkasse dafür, dass sie die Räume für die Ausstellung zur Verfügung gestellt habe. Gemeinsam mit Pfarrer Heinrich Schreiner hatte er im Mai und Juli die Künstlerin bereits in ihrem Atelier besucht. In ihren Bildern werde deutlich, was sie selbst über ihre Malerei sage, dass sie das male, was sie umgibt und was sie liebe. Stadträtin Gisela Aha drückte ihre Hoffnung aus, dass möglichst viele Hünfelder die Ausstellung besuchten und auch manches Bild erwerben. Besonders gespannt sei sie darauf gewesen, wie die Proskauer Künstlerin in ihren Arbeiten Hünfeld gesehen habe. Die Künstlerin selbst nutzte die Gelegenheit, dem Partnerschaftsverein, der Sparkasse und dem Bürgermeister zu danken, die sie zu dieser Ausstellung eingeladen hätten. Es sei die für sie bislang ihre schönste Ausstellung. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von einem Bläserquintett der Bläserklassen der Wigbertschule Hünfeld mit Patrick Weber, Christian und Julia Laibach, Felix Blum und Jan-Philipp Meyer.


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Begegnungen mit Künstlern und Holz
Erste Holzbildhauerwoche in der Praforst fand große Resonanz bei Besuchern



Hünfeld. Die Erste internationale Holzbildhauerwoche in der Erholungsanlage Praforst hat die Erwartungen weit übertroffen. Trotz der schlechten Witterung in der vergangenen Woche, die den sechs internationalen Künstlern auch die Arbeit sehr erschwert hatte, kamen jeden Tag viele Besucher, die auch das Gespräch mit den Künstlern suchten.

Matthias Rug, künstlerische Leiter der Woche bekannte, dass der Besuch zeitweise so gut war, dass er Sorge hatte, dass die sechs Kunstwerke rechtzeitig fertig gestellt würden. Dennoch konnte sich das Ergebnis mehr als sehen lassen. Das machte auch die Arbeit für die Jury sehr schwer, die unter Vorsitz von Erster  Stadträtin Monika Mihm einen Preisträger auswählen sollte, der den von Dr. Tim Olbricht gestifteten Preis in Höhe von 1 000 Euro erhalten sollte. Der Jury gehörten neben der Ersten Stadträtin der stellvertretende Chefredakteur der Fuldaer Zeitung, Michael Tillmann, die Künstler Günter Liebau und Jürgen Blum sowie die Mutter des Stifters, Dr. Ingrid Olbricht an. Michael Tillmann stellte dann das Ergebnis der Beratungen vor. Aus Sicht der Jury hat Stefan Ester aus Garmisch Partenkirchen das Thema „Begegnungen“ am interessantesten umgesetzt. Seine abstrakte Skulptur lässt nach den Worten von Tillmann viele verschiedene Blickwinkel zu und vereinigt unter dem Stichwort „Begegnungen“ sowohl das Vereinende als auch das „Auseinandergehen“. Praforstgastronom Elmar Zuspann, der die Idee zu dieser Bildhauerwoche entwickelt hatte, freute sich über die gute Resonanz während der gesamten Woche und dankte gemeinsam mit dem Schirmherrn, Bürgermeister Dr. Fennel den Sponsoren, die das Projekt ermöglicht hatten. Dazu gehörten die Helios St. Elisabethklinik, die Firma Bock & Sohn in Hünfeld, die Firma Herbert KG und die VR-Bank NordRhön. Als Medienpartner stellte sich die Fuldaer Zeitung zur Verfügung.

Dr. Ingrid Olbricht, Mitglied der ehemaligen Inhaberfamilie der Wella konnte den Hauptpreis in Höhe von 1 000 Euro im Namen ihres Sohns an Stefan Ester überreichen. Dessen Skulptur soll nach dem geplanten Ausbau des Parkplatzes in der Naherholungsanlage Praforst mitten auf dem Kreisel vor der Zufahrt zu dem Knaus Campingpark aufgestellt werden. Die weiteren Skulpturen der Künstler Matthias Rug, Bertha Shortiss, Fritz Scharima Will, Nora Leschinski und Ricardo Villacis sollen in der Naherholungsanlage ihren Platz finden.


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Zwetschgenkuchenverkauf zugunsten des Waldkindergartens Kirchhasel



Zur Neueröffnung ihres umgestalteten Ladenlokals hatte die Bäckerei Gerlach in Hünfeld eine Aktion zugunsten des Waldkindergartens in Kirchhasel gestartet. Mehrere Quadratmeter frischer Zwetschgenkuchen mit saftigen Butterstreuseln wurden zu einem Vorzugspreis von 5,99 Euro für zwei Platten zugunsten des Kindergartens verkauft. Auch Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel unterstützte die Aktion und bot den Passanten gemeinsam mit den beiden Mitarbeiterinnen der Bäckerei, Anke Frank und Carmen Graumann frischgebackenen Kuchen an. Nicole Gerlach vom Bäckereiunternehmen betonte, dass es eine gute Tradition der Bäckerei Gerlach sei, jede Neugestaltung einer Filiale mit einer Aktion für einen guten Zweck zu verbinden. In Hünfeld sei dafür der Waldkindergarten ausgewählt worden.


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DRK-Kreisverband wirbt um neue Mitglieder
Werbeaktion startet in der kommenden Woche / „Wir leben von Mitgliedern“



Hünfeld. Der DRK-Kreisverband Hünfeld will in der kommenden Woche eine neue Mitgliederwerbeaktion starten. Dazu werden Mitarbeiter des renommierten Instituts Kober aus Aalen Haushalte im Gebiet des Altkreises Hünfeld aufsuchen, um für die Mitgliedschaft im Deutschen Roten Kreuz zu werben.

Wie der DRK-Kreisvorsitzende Dr. Eberhard Fennel und der DRK-Schatzmeister Josef Vogt im Rahmen eines Pressegesprächs erläuterten, sei eine hohe Mitgliederzahl unverzichtbar, um das breite Angebot des Deutschen Roten Kreuzes im Altkreis Hünfeld zu erhalten. „Wir leben von den Mitgliedern“, betonte der Kreisvorsitzende „deshalb brauchten wir eine ausreichende Zahl aktiver und fördernder Mitglieder, die sich mit dem DRK identifizieren“. Um die Mitgliederwerbung auf eine breitere Basis zu stellen, arbeitet der DRK-Kreisverband mit dem Aalener Institut zusammen, dessen Mitarbeiter ab kommender Woche in Hünfeld und den Gemeinden des Altkreises unterwegs sein werden. Dabei werden diese Mitarbeiter auch über das umfangreiche Leistungsspektrum des Roten Kreuzes vor Ort informieren. Dies reiche vom Rettungsdienst über den Sanitätsdienst und Katastrophenschutz bis hin zur Senioren- und Familienarbeit. Viele dieser Leistungen würden heute als selbstverständlich angesehen, könnten aber nur dank des hohen ehrenamtlichen Einsatzes vieler Mitglieder und mit finanziellen Mitteln aufrechterhalten werden. Gerade im Bereich der Seniorenarbeit sieht der DRK Kreisvorsitzende weitere Aufgaben auf den DRK zukommen. Dafür solle das DRK Haus zu einem Generationentreff umgebaut werden, dessen Angebot von Eltern- und Kinderprogrammen bis hin zu einer Seniorentagespflegeeinrichtung reichen werde. Daneben entsteht unter der Federführung des DRK ein interkommunales Netzwerk für Senioren und Soziales mit dezentralen Angeboten in den beteiligten Kommunen.

Um die Arbeit auf die notwendige Mitgliederbasis gründen zu können, habe der DRK-Kreisverband wie andere Kreisverbände in den zurückliegenden Jahren immer wieder auf professionelle Hilfe zurückgegriffen. Die letzten Mitgliederwerbeaktionen wurden in 2001 und 2005 gestartet, berichtete Schatzmeister Vogt. Durch Wegzug, Tod und aus anderen Gründen gingen die Mitgliederzahlen in den Folgejahren dann wieder zurück, auf gegenwärtig 2.900 Mitglieder. Durch die Werbeaktion erhofft sich Vogt einen Zuwachs von 800 bis 900 fördernden Mitgliedern. Der DRK freue sich natürlich auch über Mitglieder, die sich selbst aktiv in den Dienst der guten Sache stellen wollten. Der Mindestbeitrag beträgt 12 Euro pro Jahr. Den Mitgliedern sei es aber frei gestellt, den Kreisverband durch höhere Beiträge zu unterstützen. Das DRK habe aber bewusst eine Obergrenze von 120 Euro pro Jahr festgelegt, um kein förderndes Mitglied zu überfordern.

Die Mitarbeiter des Instituts sind an ihrer DRK Kleidung und können sich auf Verlangen auch ausweisen. Vogt rät den Haushalten, die Besuch erhalten, sich diesen Ausweis auch zeigen zu lassen, da leider die Erfahrung lehre, dass „Trittbrettfahrer“ solche Aktionen für ihre geschäftlichen Zwecke missbrauchten.

Das Engagement des Hünfelder Roten Kreuzes im Kreisverband reicht von Seniorenarbeit, Hospiz und dem Betrieb des Jugendtreffs bis hin zur Hünfelder Tafel, dem Kleiderladen, Krankentransport und Rettungsdienst, Essen auf Rädern, Hausnotruf, Wassergymnastik für Senioren und ein umfassendes Angebot in der Breitenausbildung.


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BRIDGE zu Gast im Hünfelder Lokschuppen
Kartenvorverkauf beginnt am 16. August

Hünfeld. Ein besonderes musikalisches Highlight stellt am 18. September ein „Irischer Abend mit der Folkband BRIDGE“ im Hünfelder Lokschuppen dar. Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, 16. August, im Bürgerbüro der Stadt Hünfeld, bei der VR-Bank NordRhön und der Sparkasse Hünfeld.

Die Gruppe BRIDGE ist überregional für ihre einfühlsame, aber auch mitreißende Musik von der Grünen Insel bekannt. Ein unverwechselbarer Musikgenuss ist somit garantiert.

Zu diesem Konzert werden irische Spezialitäten gereicht, so dass auch das leibliche Wohl auf seine Kosten kommt.

Einlass zu dieser Veranstaltung ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Die Karten kosten im Vorverkauf 6 Euro, an der Abendkasse 8 Euro.


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Hünfelder Senioren reisen nach Worms
25. Seniorenfahrt der Stadt am 16. September / bislang 8.000 Teilnehmer

Hünfeld. Die Hünfelder Senioren reisen in diesem Jahr am Donnerstag, 16. September, nach Worms. An diesem Tag findet die 25. Seniorenfahrt der Stadt Hünfeld statt. Wie Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel dazu mitteilt, haben in den zurückliegenden 24 Jahren über 8.000 Senioren aus Hünfeld an den Fahrten teilgenommen.

Seit Montag sind Karten für die diesjährige Seniorenfahrt im Bürgerbüro im Hünfelder Rathaus sowie bei allen Ortsvorstehern erhältlich. Aus organisatorischen Gründen können Karten bei den Ortsvorstehern nur bis zum 24. August erworben werden. Danach gibt es nur noch Karten im Bürgerbüro im Rathaus.

Bekannt ist Worms als Nibelungenstadt, als Lutherstadt und natürlich durch ihren romanischen Kaiserdom, der mit vielen geschichtlichen Ereignissen in Verbindung steht.

In diesem Jahr wird die Fahrt wieder mit komfortablen Reisebussen durchgeführt. Abfahrt ist um 7.30 Uhr am Festplatz Haselgrund. Die Teilnehmer werden gegen 10.15 Uhr in Worms eintreffen, wo zunächst eine Stadtführung geplant ist. Anschließend haben die Fahrtteilnehmer bis 12.30 Uhr Zeit, die Stadt selbst zu erkunden, bevor gegen 13 Uhr die Frankonia am Hafen ablegt. Auf der Frankonia gibt es traditionell eine Tombola und die Ehrung der ältesten Teilnehmer. Außerdem wird dort das Mittagessen gereicht. In gemütlicher Fahrt auf Rhein und Main geht es dann nach Rüsselsheim, wo die Fahrtteilnehmer ihre Reisebusse für die Rückfahrt besteigen können. Unterwegs gibt es wieder ein rustikales Buffet zum Abschluss. Die Fahrtteilnehmer werden gegen 20.15 Uhr in Hünfeld eintreffen.

Zur Betreuung stehen wieder ein Arzt und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes sowie Mitglieder und Helfer der Kommission für Senioren und Soziales der Stadt Hünfeld zur Verfügung.

Auch in diesem Jahr werden wieder Gruppenfahrkarten angeboten. Die Gruppenfahrkarten garantieren einen Sitzplatz aller Mitglieder der Gruppe in einem Bus.

Durch die finanzielle Unterstützung der VR-Bank NordRhön und der Sparkasse Hünfeld sowie die ehrenamtliche Mitarbeit von Helfern des DRK und der Mitglieder der Kommission der Stadt Hünfeld konnte der Fahrpreis von 35 Euro beibehalten werden. Darin enthalten sind Frühstück und Bus, Stadtführung, die Schifffahrt, das Mittagessen und das rustikale Buffet.


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Night-Streetball am 8. Oktober

Hünfeld. Auch in diesem Jahr wird es wieder ein Night-Streetball-Turnier geben. Wie Erste Stadträtin Monika Mihm, Vorsitzende der Kommission für Kinder- und Jugendangelegenheiten, mitteilt, wurde als Termin der 8. Oktober festgelegt. Insgesamt wird mit rund 260 Jugendlichen als Teilnehmer gerechnet, die sich im fairen Wettstreit bis tief in die Nacht beim Basketballsport messen wollen. Auch beim diesjährigen 9. Night-Streetball-Turnier in der Hünfelder Kreissporthalle wird es wieder ein Night-Streetball-T-Shirt für alle Teilnehmer geben, das mittlerweile schon zu einem gefragten Sammelobjekt geworden ist.


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Eingang zur Klosterkirche an historisches Vorbild angelehnt
Leitungsverlegung der Stadtwerke bot Gelegenheit zur Neugestaltung

Hünfeld. Im Zuge der Verlegung von Versorgungsleitungen durch die Stadtwerke Hünfeld musste auch ein Teil des Bürgersteiges in der Klosterstraße vor der Klosterkirche in Anspruch genommen werden. Auf Vorschlag von Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel wurde die Gelegenheit genutzt, den Vorplatzbereich, der vorher nur mit einem schlichten Betonsteinpflaster versehen war, nach historischem Vorbild aufzuwerten.

Die Idee zur Gestaltung stammt von dem Leiter des Beratungsbüros ANP, Michael Bergholter, der sich der Planung persönlich angenommen hatte. Auf seinen Vorschlag hin wurde der unmittelbare Eingangsbereich des Portals der Kirche mit hellen Sandsteinplatten in Anlehnung an die historische Situation ausgebildet. Bürgermeister Dr. Fennel war spontan von dem Vorschlag begeistert und fand trotz knapper Haushaltsmittel einen Weg für die Finanzierung dieser Aufwertung. Die Sandsteinplatten wurden fachmännisch durch den städtischen Bauhof verlegt. Erste Stadträtin Monika Mihm konnte nun den neuen Vorplatz an den Pater Superior des Klosters, Karlheinz Vogt in Anwesenheit des Bauhofleiters Armin Herget übergeben.



 Pater Superior Karlheinz Vogt, Erste Stadträtin Monika Mihm und Bauhofleiter Armin Herget bei der Übergabe des Vorplatzes der Klosterkirche in Hünfeld.



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Verneigung vor einem großen Lebenswerk
Große Resonanz auf 100. Geburtstag des Computerpioniers Zuse


Hünfeld. Die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Hünfelder Ehrenbürgers und Computerpioniers Konrad Zuse haben eine große Resonanz gefunden. Fast jede deutsche Zeitung, Internet und Rundfunkanstalten berichteten über dieses besondere Ereignis.


Professor Dr. Hermann Fleßner, lange Jahre Vorsitzender der Zuse-Nutzergemeinschaft und persönlicher Freund des Computerpioniers, hatte für die Konrad-Zuse-Gesellschaft eine umfangreiche Dokumentation zusammengestellt, die in Buchform erschienen ist.

Ihren Auftakt nahmen die Festveranstaltung mit der Namensgebung des Konrad Zuse-Platzes vor dem Konrad Zuse-Hotel, zu der sich viele Weggefährten, ehemalige Mitarbeiter, Wissenschaftler und Vertreter von Politik und Wirtschaft eingefunden hatten. Im Rahmen einer Abendveranstaltung am Vorabend des 100. Geburtstags stellte Professor Hermann Fleßner eine Dokumentation der Konrad-Zuse-Gesellschaft vor, die beschreibt, wie in den zurückliegenden 22 Jahren die Gesellschaft große Anstrengungen unternommen hat, den wissenschaftlichen und künstlerischen Nachlass Zuses zu wahren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Chronik trägt den Titel „Damit die Vergangenheit jung bleibt“. Dieser Titel zog sich auch durch viele Reden der Festveranstaltung am 100. Geburtstag in der Stadthalle Kolpinghaus. Sowohl Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch als auch der Präsident der Gesellschaft für Informatik, Professor Dr. Stefan Jaehnichen, und der Präsident der Zuse-Gesellschaft, Professor Dr. Wolfgang Karl, würdigten Konrad Zuse als Vorbild für die junge Generation. Er habe seine bahnbrechenden Ideen nicht nur wissenschaftlich vorangetrieben, sondern alle Kraft darauf verwendet, sie auch technisch als Konstrukteur und Unternehmer umzusetzen. „Wir brauchten heute viele Persönlichkeiten wie Konrad Zuse“, schlussfolgerte der Wirtschaftsminister. Allerdings mahnten er und Hünfelds Bürgermeister Dr. Fennel auch einen gesellschaftlichen Dialog über die Zukunft der Informationstechnologie an, die große Chancen, aber auch Risiken berge. Auch dafür könne Konrad Zuse als Vorbild dienen, sagte Bürgermeister Dr. Fennel, der den Computer immer als Werkzeug für die Menschen betrachtet habe, das ihm dienen solle, ihn aber nie beherrschen dürfe.


Mit vereinten Kräften enthüllten der älteste Zuse-Sohn Professor Dr. Horst Zuse und Stadtverordnetenvorsteher Dietmar Weidenbörner das neue Straßennamensschild am Konrad-Zuse-Platz. Unser Bild zeigt weiterhin den Bauherrn des Konrad-Zuse-Hotels, Willi Kropp, Erste Stadträtin Monika Mihm, Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel und den Präsidenten der Zuse-Gesellschaft, Professor Dr. Karl.



Hessens Wissenschaftsminister Dieter Posch bezeichnete Hessen als einen hervorragend aufgestellten Standort für Informationstechnologie.


In einem brillanten Vortrag über die Zukunftsperspektiven der Informatik wagte Professor Dr. Wolfgang Wahlster, Leiter des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz, die Prognose, dass der Mensch künftig nicht mehr mit, sondern im Computer leben werde. Vernetzte Systeme in Gegenständen des Alltags könnten das Leben sehr erleichtern. Bei eingebetteten Systemen gehöre Deutschland zu den führenden Anbietern weltweit.


Stadtverordnetenvorsteher Dietmar Weidenbörner und Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel überreichten Professor Dr. Wahlster eine Zusemedaille.


Zum 100. Geburtstag Konrad Zuses hat die Sparkasse Hünfeld, Niederlassung der Sparkasse Fulda, eine Gedenkmedaille herausgegeben, die auf der Vorderseite an den 100. Geburtstag Zuses und auf der Rückseite an das 700jährige Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte an Hünfeld erinnert. 


In mühevoller Kleinarbeit hat Robert Rohrbach, ehemaliger Mitarbeiter der Zuse KG eine Familienchronik der Familie Zuse erstellt.


Viel Beifall erhielt die Theaterwerkstatt der Hünfelder Wigbertschule für ihre Szenen aus dem Leben von Konrad Zuse. Verteilt im gesamten Saal der Stadthalle Kolpinghaus erinnerten die jungen Schauspieler an Zuses vergeblichen Kampt mit dem Deutschen Marken- und Patentamt und seinem schwierigen unternehmerischen Weg.

Zuvor hatten bereits der Wirtschaftsminister, der Präsident der Zuse-Gesellschaft und Bürgermeister Dr. Fennel einen Kranz am Grab des Computererfinders am „Neuen Friedhof“ in Hünfeld niedergelegt. In einem Gebet dankte Pfarrer Jürgen Gossler, dass Gott Konrad Zuse sicherlich ganz besondere Begabungen mitgegeben habe. Es sei wichtig, solche Begabungen zum Nutzen der Menschen, aber nicht zu ihrem Schaden anzuwenden.


Erinnerung am Grab des Computerpioniers: Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel, Professor Dr. Wolfgang Karl und Wirtschaftsminister Dieter Posch legten ein Blumengebinde auf dem Neuen Friedhof in Hünfeld nieder.

69 Jahre nach der Vollendung des ersten lauffähigen, in binärer Gleitkommarechnung arbeitenden Rechenmaschine der Welt, Zuses Z 3, präsentierte sein Sohn im Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und Kreisgeschichte einen detailgetreuen Nachbau dieses ersten Computers der Welt, der in den Kriegswirren 1943 bei einem Bombenangriff zerstört worden war. In dieser Woche haben Schulklassen, Gruppen und Vereine sowie Interessenten die Gelegenheit, diese Maschine in Führungen mit Professor Dr. Horst Zuse zu erleben.

Sein Vater wäre sicherlich stolz darauf gewesen, in welcher Form seine Wahlheimat Stadt Hünfeld diesen 100. Geburtstag gefeiert habe, versicherte Professor Dr. Horst Zuse zum Abschluss der Woche am Sonntag am Zuse-Denkmal im Bürgerpark, wo ein Rosenbeet mit der „Konrad-Zuse-Rose“ der Öffentlichkeit übergeben wurde. Die Rose hatten der Hünfelder Gärtnermeister Daniel Marschall und sein Schweinfurter Kollege Thomas Södler eigens zum 100. Geburtstag in fünfjähriger Arbeit gezüchtet.


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„Großer Respekt vor Leistung des Vaters“
Nachbau des ersten Computers „Z 3“ im Hünfelder Museum präsentiert



Hünfeld. Der Respekt vor den wissenschaftlichen und technischen Leistungen seines Vaters Professor Konrad Zuse, der 1941 in Berlin den ersten lauffähigen programmgesteuerten Rechner der Welt gebaut hatte, ist durch den Nachbau nur größer geworden. Dies bekannte der älteste Sohn des Computererfinders, Professor Dr. Horst Zuse, bei der Präsentation des Nachbaus der Z 3 im Hünfelder Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und Kreisgeschichte.

Diesen Nachbau hatten Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel und der Sohn des Computerpioniers im Mai vergangenen Jahres in Hünfeld vereinbart. Die Stiftung der Sparkasse Fulda, Dr. Tim Olbricht und die Stadtwerke Hünfeld unterstützten die Materialbeschaffung und den Bau, während Professor Dr. Horst Zuse seine Arbeit ehrenamtlich zur Verfügung stellte. Schien das Projekt anfangs sehr zügig voranzukommen, so wurde es in den letzten Monaten doch enger als erwartet. Die komplexe Technik des „Urahns aller heutigen Computer“ stellte doch eine große Herausforderung dar, die Horst Zuse zu der Erkenntnis brachte, dass die Leistungen seines Vaters unter den damaligen Voraussetzungen in der Kriegszeit in Berlin noch viel höher einzuschätzen sei, als dies ohnehin der Fall gewesen sei.

Dieser Computer wird zunächst in Hünfeld im Konrad-Zuse-Museum mit Stadt- und Kreisgeschichte zu sehen sein, bevor er dann in der Landesvertretung Hessens in Berlin und im Deutschen Technikmuseum vorgestellt werden soll. Von dort aus soll das Gerät dann zunächst auf Reisen gehen, um für das Lebenswerk Konrad Zuses zu werben, bevor es dann endgültig seinen Standort in Hünfeld finden wird. Die in Hünfeld vorgestellte Maschine Z3r (r für rekonstruiert) ist der bislang detaillierteste Nachbau des ersten Computers der Welt, der 1943 bei einem Bombenangriff auf Berlin zerstört worden war. Die Zuse KG hatte 1961 im Rahmen der Patentstreitigkeiten mit dem Deutschen Patentamt und für Werbezwecke selbst einen ersten Nachbau erstellt, der heute im Deutschen Museum in München steht. Seit 2001 verfügt das Hünfelder Museum bereits über einen Funktionsnachbau.

Im Wohnzimmer
Im Gegensatz zu diesen beiden Geräten entspricht die in Hünfeld vorgestellte Z 3 exakt der Architektur des Originals mit einem Eingabepult, einem Lochstreifenleser für das „Einlesen des Programms“, einer Recheneinheit und zwei weiteren Schränken, in denen das Speicherwerk in Form von Relais untergebracht ist. Wie schon sein Vater Konrad Zuse, der die Z 1 und Z 2 im elterlichen Wohnzimmer baute, musste auch für diesen Nachbau das Wohnzimmers von Horst Zuse in Berlin zeitweise als „Werkstatt“ dienen.

Rigobert Guthmüller, der bei der Präsentation der Maschine unter anderem auch Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann willkommen heißen konnte, betonte, dass das Hünfelder Museum sehr stolz darauf sei, diesen Nachbau der epochemachenden Entwicklung Konrad Zuses zu erhalten. Er dankte den Sponsoren, die diesen Nachbau möglich gemacht hätten. Diese Maschine werde sicherlich ein wertvoller Beitrag dazu sein, dieses Museum als außerschulischen Lernort aufzuwerten. Daran knüpfte auch die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst an. Sie betonte, dass das Gerät dazu beitragen könne, dass begreifbar werde, unter welchen Schwierigkeiten und mit welchem Aufwand Konrad Zuse die Computertechnologie eingeleitet habe. Er sei eine Persönlichkeit, die Vorbild für die Gegenwart sein könne, weil er mit einem unglaublichen Durchhaltewillen seine Ideen bis in die Praxis umgesetzt habe. Hoffentlich werde diese Maschine auch dazu beitragen, junge Menschen dafür zu begeistern, einen technischen Berufsweg einzuschlagen. Deutschland brauche junge Ingenieure und Wissenschaftler. Solches Anschauungsmaterial könne Begeisterung für das Ingenieurwesen und die Wissenschaft wecken.

Professor Dr. Horst Zuse, der in Berlin den Nachbau des Computers in monatelanger Arbeit durchgeführt hatte, lenkte den Blick zurück auf die Arbeit seines Vaters Anfang der 40er Jahre in Berlin. Als die Z 3 damals vor exakt 69 Jahren präsentiert worden sei, habe es keine Vorstellung vor der Presse gegeben. Lediglich fünf technische Mitarbeiter der Flugzeugwerke Henschel seien bei der Inbetriebnahme des Geräts dabei gewesen. Sein Vater habe bis 1967 mit einem Deutschen Patentamt um die Anerkennung seiner Erfindung gekämpft, bis ihm schließlich beschieden worden sei, dass dieses Gerät aufgrund der „mangelnden Höhe der Erfindung“ nicht patentiert worden werden könne. Er dankte den Sponsoren, die den Nachbau möglich gemacht hätten, und kündigte an, dass die Maschine von Hünfeld aus zunächst auf Reise gehen werde, um im Sinne des Auftrags der Konrad-Zuse-Gesellschaft für das Lebenswerk seines Vaters  zu werben, bevor sie dann endgültig ihren Standort in Hünfeld finden werde.

Die Stadt Hünfeld habe ihrem Ehrenbürger zu dessen 100. Geburtstag ein perfektes und warmherziges Fest bereitet, sagte Kreisbeigeordnete Dr. Friederike Lang. Die Menschen stünden fasziniert vor dem Lebenswerk Konrad Zuses. Der Nachbau der Z 3 war sicherlich ein weiterer Höhepunkt in der Würdigung dieser herausragenden Persönlichkeit. Horst Habermehl, Mitglied des Vorstandes der Stiftung der Sparkasse Fulda, bekannte, dass sein Kreditinstitut dieses Vorhaben sehr gerne unterstützt habe, da gerade Banken auf die Erfindung Konrad Zuses existenziell angewiesen seien. Es sei aber auch wichtig, die Verbindung zur Vergangenheit darzustellen, wie dies mit diesem Nachbau geschehe, um die Zusammenhänge dieser technologischen Entwicklung deutlich zu machen.

Lochstreifenweg
Dr. Wilhelm Mons, Abteilungsleiter des Zuse Museums, nutzte die Vorstellung der Z 3 dazu, ein weiteres Projekt vorzustellen, das noch in diesem Jahr realisiert werden soll. Im Rahmen des Baus eines barrierefreien Zugangs zum Museum und zur St. Jakobuskirche soll ein „Lochstreifenweg“ integriert werden, der die Art der Programmierung der Zuse-Computer durch Leuchtsteine deutlich machen wird. Das Konzept dazu war in Verbindung mit Studenten der Hochschule Fulda entwickelt worden. Pro Feld sollen je zweimal vier Bit dargestellt werden können. Die Lichtanimation soll täglich während der Öffnungszeiten des Museums in Betrieb gesetzt werden.

Bürgermeister Dr. Fennel kündigte an, dass dieser Lochstreifenweg noch bis zum Jahresende gebaut werden solle. Er nutzte noch einmal die Gelegenheit, allen Sponsoren zu danken, die diesen Nachbau der Z 3 zum 100. Geburtstags des Computererfinders möglich gemacht hätten. Er sagte Horst Zuse für den unermüdlichen Einsatz Dank und nannte die Sponsoren: das Land Hessen, die Stiftung der Sparkasse Fulda, Dr. Tim Olbricht und die Stadtwerke Hünfeld GmbH. In diesen Dank schloss er auch Museumsleiter Rigobert Guthmüller und sein gesamtes Team ein. Nur durch deren unermüdliche Arbeit sei ein Museum in dieser Qualität in einer Kleinstadt wie Hünfeld überhaupt erst möglich.


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Telefonischer „Briefkasten“
unter 06652 - 180-179 erreichbar
Bürger können Hinweise zu Gefahrenstellen, Schäden und Problemen
außerhalb der Dienstzeiten geben

Hünfeld. Für Hinweise von Bürgern beispielsweise zu Straßenschäden, hat die Stadt Hünfeld einen „elektronischen Briefkasten“ eingerichtet. Dieser ist wie bisher per E-mail unter stadt@huenfeld.de und ab sofort auch unter der Telefonnummer (06652) 180-179 erreichbar, teilt Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel mit. Der Notdienst der Stadt bleibt weiterhin unter (06652) 180-0 erreichbar.

Wichtig ist, dass die Anrufer ihren Namen und ihre Telefonnummer mit angeben, um gegebenenfalls Rückfragen stellen zu können. Der „Briefkasten“ wird am folgenden Arbeitstag „morgens geleert“.

Sehr dankbar ist die Verwaltung dafür, wenn sie möglich schnell informiert wird, wenn beispielsweise ein Schutzgeländer defekt oder ein Schild umgefahren wurde, teilt der Bürgermeister mit. Leider bleibe auch Hünfeld von Vandalismusschäden nicht verschont. Deshalb sei es wichtig, dass die Verwaltung schnell erfahre, ob beispielsweise in einem öffentlichen Gebäude Scheiben eingeschlagen oder sonstige Beschädigungen vorgenommen wurden. Rechtzeitige Hinweise könnten dazu beitragen, weitergehende Schäden oder Gefährdungen und letztlich damit auch Kosten für die Allgemeinheit zu vermeiden.

Dieser elektronische Briefkasten geht zurück auf einen Antrag der CDU-Fraktion in der Stadtverwaltung Hünfeld.


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Visionär und Wegbereiter
IT Kongress des Landes Hessen unter dem Leitthema „Zuse 2.0“ / Münze und Briefmarke


Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus vom Bundesfinanzministerium überreichte Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel eine Erstausgabe der 10-Euro-Münze und der 55 Cent Postwertmarke, die zum 100. Geburtstag Konrad Zuse herausgegeben wurden. 

Hünfeld/Wiesbaden. Anlässlich des 100. Geburtstags des Computerpioniers Konrad Zuse hatte das Land Hessen unter dem Motto „Zuse 2.0“ Hessen – Standort der Ideen einen IT-Kongress in Wiesbaden veranstaltet. Dabei wurde nicht nur Zuses Lebenswerk als Computerpionier gewürdigt, sondern auch ein Ausblick auf die Zukunft der Digitalisierung und Informationsgesellschaft gewagt.

In verschiedenen Foren berieten Experten unterschiedlichster Disziplinen über die Zukunft der Informationstechnologie, die alle Lebensbereiche zunehmend erfasst. Ministerpräsident Roland Koch würdigte dabei Konrad Zuse als ein Vorbild für nachhaltige Innovationen. Seine Beiträge im Bereich der Computerforschung hätten nicht nur das Fundament für die Revolution eines Wirtschaftszweiges gelegt, sondern eine Grundlagentechnik geschaffen, die mittlerweile alle Lebensbereiche erfasst habe. Wirtschaftsminister Dieter Posch bezeichnete Hessen als einen exzellenten Standort mit hervorragenden Zukunftsperspektiven für die Informations- und Kommunikationstechnologien. 10 000 Arbeitsunternehmen hätten zusammen 94 000 Beschäftigte und erwirtschaften 31 Milliarden Jahresumsatz. Damit bilde die von Konrad Zuse grundgelegte Informationstechnologie die stärkste hessische Technologiebranche und nehme einen Spitzenplatz in Deutschland und Europa ein.

Während des Kongresses hatten auch viele Aussteller Gelegenheit, ihre neuesten Innovationen darzustellen. Vertreten im Rahmen der Ausstellung waren unter anderem das Projekt Zuse-Valley aus Haunetal, die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung, die eine Außenstelle in Hünfeld unterhält, das Hünfelder Konrad-Zuse-Museum oder auch die Konrad-Zuse-Schule. Der Staatssekretär im Bundesministerium, Dr. Hans Bernhard Beus stellte die im Jubiläumsjahr erschiene 10 Euro-Münze zum Ehrentag des Hünfelder Computerpioniers und die Sonderbriefmarke zum 100. Geburtstag Zuses vor. Die Erstausgaben wurden unter anderem Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel aus der Konrad-Zuse-Stadt Hünfeld, Professor Horst Zuse, ältester Sohn des Computerpioniers und Ministerpräsident Roland Koch überreicht.

Horst Zuse stellte während des Kongresses die wissenschaftlichen Leistungen seines Vaters vor, der 1941 in Berlin den ersten frei programmierbaren Rechner mit binärer Schalttechnik und Gleitkommarechnung vorstellte, der als Urahn aller heutigen Computer gilt. In verschiedenen Foren setzten sich Wissenschaftler und Fachleute unter anderem mit der Telematik im Gesundheitswesen, intelligenten Stromnetzen der Zukunft, Risiken der Informationsgesellschaft, der Zukunft der Informationstechniken der Schule, in der Unterhaltung und der IT-Entwicklung in Hessen auseinander. Ein eigenes Forum widmete sich den wissenschaftlichen Fußstapfen, die Konrad Zuse hinterlassen hatte.


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48 Künstler beziehen Position
Neue Jahresausstellung im Museum Modern Art



Hünfeld. 48 Künstler aus verschiedenen europäischen Ländern, aus Deutschland und den Vereinigten Staaten stellen bei der diesjährigen Jahresausstellung im Hünfelder Museum Modern Art aus.

Jürgen Blum ließ es sich nicht nehmen, alle Künstler persönlich zu begrüßen. Besonders freute ihn, dass der Begründer der Konkreten Poesie, Eugen Gomringer, den Weg nach Hünfeld gefunden hatte. Zuvor hatte bereits Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel hervorgehoben, welch kulturelle Vielfalt Hünfeld als Kleinstadt zu bieten habe. Er rief die dazu auf, sich auch die Arbeiten von Nikolaus Schmidt anzusehen, dessen Fotoausstellung den Titel „Begegnungen“ trägt und im Hauptgebäude gezeigt wird. Die 48 Künstlerpositionen verteilen sich auf das gesamte Museum mit seinen Ausstellungspavillons, das mittlerweile eine Fläche von mehr als 2.000 Quadratmetern aufweist. Der Gang des Museums zeigt somit einen breiten Querschnitt der konstruktiven – und reduktiven Gegenwartkunst. Einen Ausblick wagte der Bürgermeister auch auf den bevorstehenden 80. Geburtstag von Museumsleiter Jürgen Blum, der es „ganz einfach mal ertragen müsse“, dass die Vorbereitungen dazu durch den Museumsbeirat unter Leitung von Erster Stadträtin Monika Mihm getroffen würden.

Der Vorsitzende des Kunstvereins IDEA, Peter Hackel, nutzte die Gelegenheit, allen Helfern, die bei der Vorbereitung des Museumsfestes, aber auch bei der Ausstellung mitgewirkt hatten, seinen Dank auszusprechen. Die Ausstellung ist täglich außer montags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Zu sehen sind Werke von Karl-Heinz Adler, Eva Bauer, Wolfgang Berndt, Günther Blechschmidt, Irene Blume, Annette Blum, Wolfgang Ebener, Claudia Eck, Gabriele Eckardt, Kunibert  Fritz, Gerd Gekeler, Eugen Gomringer, Dagmar Hagemann, Fritz Heerz, Klaus Hochberger, Ingrid Hornef, Heinz Kasper, Ronny Korn, Werner Assenmacher, Ute Köngeter, K. P. Kremer, Jo Kuhn, Manfred Luther, Dagmar Lutz, Charly Möller, Beni Cohen-Or, Ulrich Otto, Jochen Röder, Michael Schütz, Wolfgang Sternkopf, Kurt Teuscher, Gertrud-Maria Viegener, Horst-Peter Vitt, Ludwig Wilding, Birgit Wetzka, Dieter Zaha und Norbert Zeitner, (alle Deutschland), von Iza Bick Bagiński, Paweł Baliński,  Tomasz Fronckiewicz, Małgorzata Dawidek-Gryglicka, Ryszard Winiarski, Anna Stępkowska, Jarosław Nowak, Daria Milecka, (alle Polen), Tadeusz Mysłowski (USA), Marcus Matthias Keupp (Schweiz), Eef de Graaf, (Niederlande) und Beni Cohen-Or Irland.


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Künftig online in die Hünfelder Stadtbibliothek
Magistrat vergab web-basierendes Kundensystem

Hünfeld. Künftig werden Leser sich online über den Buchbestand und die Ausleihezeiträume in der Hünfelder Stadtbibliothek informieren können. Wie Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel dazu mitteilt, hat der Magistrat dazu jetzt die Einrichtung einer Software und eines separaten Servers beschlossen.

Die Gesamtkosten betragen rund 7.000 Euro. Das System soll in den nächsten Monaten eingeführt werden und bietet dem Benutzer voraussichtlich ab August die Möglichkeit, sich über den aktuellen Buch- und Medienbestand in der Stadtbibliothek, der gegenwärtig über 18.000 Bücher und AV-Medien umfasst, zu informieren. Damit bleibt den regelmäßigen Lesern, die ein ganz bestimmtes Buch suchen, der Gang in die Bibliothek erspart, wenn „ihr Buch“ noch bei einem anderen Leser ist. Er erfährt, ab wann es in der Bibliothek wieder zur Verfügung steht.

Da die Bibliothek auch zunehmend von Schülern für den Unterricht in Anspruch genommen wird, können auch diese sich gezielt nach Schlagworten und Stichworten über Bücher und andere Medien informieren, die sie beispielsweise für ein Referat benötigen.

Auch der Buchbestand soll weiter aktualisiert werden. Dafür stehen im Haushalt 2010 insgesamt 16.200 Euro zur Verfügung. Darin enthalten sind 8.100 Euro an Fördermitteln des Landes Hessen.


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Dr. Fennel: Sparen muss an erster Stelle stehen
Stadt Hünfeld drohen massive Einnahmeausfälle und neue Belastungen durch Kreis, Land und Bund

Hünfeld. Trotz des gegenwärtig zu erwartenden Defizits von mindestens 5 Millionen Euro für den Doppelhaushalt 2010/11 sieht der Entwurf des Haushaltsplans der Stadt Hünfeld, den der Haupt- und Finanzausschuss ab Montag beraten wird, gegenwärtig noch keine Steuer- oder Gebührenerhöhungen vor. Wie Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel in einer Presseerklärung schreibt, ist die Finanzplanung für die kommenden beiden Jahre  auch über die massiven Einnahmeausfälle durch die Finanz- und Wirtschaftskrise mit sehr vielen Unsicherheiten behaftet.

Diese betreffen aus Sicht des Bürgermeisters im Wesentlichen drei Fragen: Wird das Land ab 2011 400 Millionen Euro aus dem Kommunalen Finanzausgleich, der so genannten „Sozialhilfe“ für arme Kommunen, entnehmen? Wird der Landkreis Fulda, wie durch den Kreiskämmerer Landrat Bernd Woide gefordert, die Kreisumlage um weitere zwei Prozentpunkte erhöhen, ohne dass der Kreis bislang eigene Einsparvorschläge vorgelegt hat? In welchem Umfang wird das Land Hessen die verfassungsrechtlich gebotene Konnexität insbesondere im Hinblick auf die Erhöhung der Standards bei der Kinderbetreuung anerkennen? Wird sich das Land bei diesen Pflichten dann wieder bei kommunalem Geld durch Entnahmen aus dem Kommunalen Finanzausgleich bedienen?

Verschärft wird die Situation weiterhin, dass durch die wirtschaftliche Entwicklung gegenwärtig Rückzahlungen bei den Gewerbesteuern drohen, die eine Höhe von siebenstelligen Beträgen ausmachen können. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen ist gegenwärtig keine seriöse Aussage möglich, ob das Defizit in den kommenden beiden Jahren in der Summe fünf oder gar sieben oder acht Millionen Euro betragen wird.

Eine konsequente Haushaltskonsolidierung wird deshalb auch für Hünfeld unausweichlich sein. Bevor allerdings über Einnahmenerhöhungen in Form von Steuer- oder Gebührenanhebungen nachgedacht wird, steht zunächst konsequentes Sparen an erster Stelle, so Dr. Fennel. Darüber wird die Stadtverordnetenversammlung zu entscheiden haben. Nach den Vorstellungen des Bürgermeisters sollte dabei auch der sonstige bürgerschaftliche Sachverstand einbezogen werden. Sollten die Sparvorschläge nicht ausreichen, muss auch über die Verbesserung von Einnahmemöglichkeiten nachgedacht werden. Ziel, so Bürgermeister Dr. Fennel, sollte es in jedem Fall sein, bis zum Jahr 2013 wieder zu einem Haushaltsausgleich zu kommen, damit Hünfeld nicht in eine Schuldenspirale hineingerät, in der sich andere Städte und Gemeinden bereits befinden. Dies sei für ihn eine Frage der Generationengerechtigkeit. Es könne nicht verantwortet werden, kommende Generationen mit finanziellen Verpflichtungen von heute so zu belasten, dass sie keine eigenen Gestaltungsmöglichkeiten mehr haben.

Diesen Weg des konsequenten Sparens fordert Dr. Fennel auch vom Landkreis Fulda ein. Es könne nicht sein, dass der Landkreis sich nicht in seiner finanziellen Gestaltungsfreiheit behindern lassen wolle, wenn die Zeche dafür die defizitären kreisangehörigen Städte und Gemeinden zahlen müssten. Kreis und kreisangehörige Kommunen säßen schließlich in einem Boot. Angesichts der Dramatik der finanziellen Situation der Gemeinden führe an konsequentem Sparen auch auf Kreisebene kein Weg vorbei. Kritisch auf den Prüfstand müssten deshalb beispielsweise die nachhaltigen Folgen der Personalhaushaltsentwicklung des Kreises.
Eine weitere Frage sind die Abschreibungskosten von Investitionen des Kreises, die durch die Kreis- und Schulumlage bereits durch die Städte und Gemeinden finanziert wurden .Bei einer vollständigen Anrechnung der Abschreibung würden die Kommunen somit doppelt zur Kasse gebeten. Deshalb hätten die Bürgermeister die klare Erwartung an den Kreis, auch alle seine Ausgaben konsequent auf den Prüfstand zu stellen, bevor über eine Kreisumlagenerhöhung nachgedacht werde.

Jeder, der der Verantwortung für öffentliche Haushalte trage, müsse die Mahnung des Bundespräsidenten Horst Köhler sehr ernst nehmen, der mehr Alltagvernunft eingefordert habe mit den Fragen: Was kostet das? Was bringt das? Wer muss das bezahlen?


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Neue Ansichtskarten von Hünfeld erschienen
Erhältlich im örtlichen Einzelhandel und im Bürgerbüro

Hünfeld. Gemeinsam mit dem Schöning-Verlag hat die Stadt Hünfeld eine neue Ansichtskartenserie aufgelegt, die ab sofort im örtlichen Einzelhandel sowie im Bürgerbüro erhältlich ist. Drei Ansichtskarten zeigen Motive aus Hünfeld und die vierte Ansichtskarte den Kegelspielradweg mit den beteiligten Kommunen Hünfeld, Burghaun, Eiterfeld und Rasdorf. Die Fotos für die neuen Ansichtskarten wurden vom Stadtarchiv der Stadt Hünfeld zur Verfügung gestellt.



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Stadt Hünfeld will einen neuen Flächennutzungsplan aufstellen
 
Verfahren wird bis 2011 andauern / Gesamtkosten von rund 70 000 Euro
 

Hünfeld. Die Stadt Hünfeld will in den nächsten drei Jahren einen neuen Flächennutzungsplan aufstellen. Dies hat nach Angaben von Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel der Magistrat jetzt beschlossen. Die Planungskosten für dieses Vorhaben betragen rund 70 000 Euro.

Wie der Bürgermeister dazu weiter mitteilt, stammt der rechtskräftige Flächennutzungsplan der Stadt Hünfeld aus dem Jahr 1995. Mittlerweile wurden insgesamt 81 Änderungen und Abweichungen von diesem Flächennutzungsplan erforderlich, um ihn an neuere Überlegungen und Planungen anzupassen. Weitere Änderungen seien auch in naher Zukunft notwendig. Deshalb hat der Magistrat jetzt beschlossen, das gesamte Planwerk neu aufzustellen. Als Planungsgrundlage dafür kann der 2004 rechtskräftig gewordene Landschaftsplan dienen, der bereits in digitalisierter Form vorliegt. Bestandteil des Flächennutzungsplans ist auch ein so genannter Umweltbericht, der die Auswirkungen dieser Planungen auf Natur und Landschaft bilanziert.

Besonderen Wert legt der Magistrat nach den Worten von Bürgermeister Dr. Fennel darauf, dass die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans von einer intensiven Bürgerbeteiligung und Beratung der Ortsbeiräte in den 14 ländlichen Stadtteilen von Hünfeld von Hünfeld begleitet wird. Dazu wurde bereits ein Zeitplan entwickelt, der verschiedene Bearbeitungsschritte und Beteiligungsmöglichkeiten vorsieht. Die Zeit bis Herbst nächsten Jahres soll zunächst für eine intensive Bestandsaufnahme, Bewertung und Analyse genutzt werden, um dann bis Jahresende nächsten Jahres den Vorentwurf für den Flächennutzungsplan erarbeiten zu können. Schon in die Erarbeitung des Vorentwurfs sollen die Ortsbeiräte laufend einbezogen werden. Die formellen Beteiligungsverfahren für die Öffentlichkeit, wie sie nach den einschlägigen Rechtsvorschriften vorgesehen sind, werden dann schwerpunktmäßig im Jahr 2010 stattfinden. Die dabei eingehenden Anregungen, Stellungnahmen und Vorschläge sollen bis Mitte 2011 durch den Magistrat, den Bauausschuss und die Stadtverordnetenversammlung bewertet werden, um dann Mitte 2011 den endgültigen Flächennutzungsplan beschließen zu können. Bis zum Jahresende 2011 rechnet der Magistrat mit der Genehmigung des Plans durch das Regierungspräsidium in Kassel.

Der Flächennutzungsplan regelt die Nutzung und die Bebaubarkeit von Flächen im gesamten Hünfelder Stadtgebiet und ist Grundlage für die Aufstellung von detaillierten Bebauungsplänen.

 


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„Konrad Zuse – einfach genial“
 

Hünfeld. Der neue Auto-Aufkleber der Stadt Hünfeld ist ab sofort im Bürgerbüro an der Rathauspforte und im i-Punkt am Bahnhof erhältlich. Auf diesem Auto-Aufkleber wirbt die Stadt mit ihrem Ehrenbürger, dem Computer-Pionier Konrad Zuse mit dem Slogan „einfach genial“. Hünfeld ist seit 2006 auch ganz offiziell im so genannten „amtlichen Verkehr“ eine „Konrad-Zuse-Stadt“. Der Aufkleber zeigt das Stadtlogo in Kombination mit dem Firmenlogo der Zuse KG. Diese hat ihre Computer mit den Markenzeichen Z im Kreis mit dem Zusatz plus und minus vertrieben.