Hünfeld in der geschichtlichen Entwicklung
Der Name Hünfeld hat seine Wurzeln in »Feld
an der Haun«. Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich schon in
altsteinzeitlicher Zeit und reichen bis in die Bronzezeit. Aus diesen vorgeschichtlichen
Epochen sind bedeutende Funde im Stadt- und Kreisgeschichtlichen Museum zu sehen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt
in einer Schenkungsurkunde Karls des Großen, der 781 das Haunfeld an das blühende
Kloster Fulda schenke. Das Dorf Hünfeld hat sich in der Folgezeit im Umfeld dieser Cella
der Mönche aus Fulda entwickelt.
Um die Jahrtausendwende wurde die
Klosterniederlassung in ein Chorherrenstift umgewandelt. Hünfeld muß in den ersten
200 Jahren seiner Entwicklung einen beachtlichen Aufschwung genommen haben, denn
schon knapp ein Jahrhundert später besaß der Ort zwei Kirchen, die Stiftskirche und die
heutige Stadtpfarrkirche. Noch heute zeugen die Gewölbekeller im Hünfelder Stiftsbezirk
von dieser frühen Entwicklung. Der allgemeine Aufstieg der deutschen Wirtschaft im 11.
und 12. Jahrhundert hinterließ auch in Hünfeld seine Spuren, zumal der Ort an der
Heer- und Handelsstraße Antsanvia lag. Diese Straße verband später die Handelsplätze
Frankfurt und Leipzig.
König Heinrich der VII. verlieh Hünfeld am
27. Juli 1310 die sogenannten »Gelnhäuser Stadtrechte«, die in der Folgezeit dem
Gemeinwesen und der wirtschaftlichen Entwicklung weitere Anstöße geben sollten. In
späteren Jahrhunderten hatte die Stadt allerdings immer wieder wegen ihrer Lage an der
Antsanvia unter Kriegen und Feldzügen zu leiden. Besondere Lasten mußten die Bürger der
Stadt und der umliegenden Dörfer im 30jährigen Krieg und im 19. Jahrhundert tragen.
Allein Napoleon zog mit seinem Heer neunmal durch die Stadt.
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