Auch Johann Wolfgang von Goethe, der Dichter
der Deutschen, kam auf seinen Fahrten von Weimar nach Italien und in die Schweiz mehrfach
nach Hünfeld und widmete dem Jahrmarkt der Stadt ein allerdings wenig schmeichelhaftes
Gedicht.
Insbesondere durch den Ausbau der Eisenbahnen
verlor Hünfeld in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend an
wirtschaftlichem Gewicht. Der Güterverkehr verlegte sich von der Landstraße, die durch
Hünfeld führte, auf die Schiene.
Zur Zeit der Deutschen Revolution um 1848 war
in Hünfeld Johann Adam Förster Bürgermeister. Er gehörte zu den herausragenden
Persönlichkeiten der deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche.
Ein einschneidendes Ereignis der Hünfelder
Stadtgeschichte war der »Große Brand von Hünfeld« am 29. Oktober 1888. Zum
zweiten Mal im vergangenen Jahrhundert fiel einem verheerenden Großfeuer der gesamte
Stadtkern zum Opfer. Mehr als zwei Drittel aller Häuser, Scheunen und Wirtschaftsgebäude
wurden vernichtet. Bis heute wird das Stadtbild durch dieses Ereignis geprägt. Die für
viele Kleinstädte typischen mittelalterlichen Fachwerkbauten fehlen in Hünfeld fast
völlig.
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