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Aktuelles aus Hünfeld

„Märchenreise“ in der Stadtbibliothek

Hünfeld. In die Welt der Märchen entführen die Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek in Hünfeld Kinder aus den umliegenden Kindergärten. Mit den spannenden Geschichten der Gebrüder Grimm und an Märchen-Stationen gehen die Fünf- und Sechsjährigen auf Entdeckungsreise quer durch die neue Stadtbibliothek in der Hünfelder Kaiserstraße. Jetzt waren Vorschulkinder des Kindergartens Heilig Kreuz aus Hünfeld zu Gast.

„Wer liest denn zuhause bei euch vor?“, fragt Stadtbibliothek-Mitarbeiterin Yvonne Götze, die mit den Kindern auf „Märchenreise“ geht. Sofort schnellen die Hände der Kleinen hoch und es wird klar, wie gern die Kinder von Mama, Papa, Oma und Opa vorgelesen bekommen. „Oft werden Märchen aber gar nicht vorgelesen, sondern manche können die Geschichten auch ohne Buch erzählen“, sagt Yvonne Götze.

Bevor sie mit dem ersten Märchen startet, berichtet Yvonne Götze den Kindergartenkindern von den Gebrüdern Grimm – zwei „schlaue Kerle“, die vor vielen hundert Jahren durchs Land gereist sind, sich Märchen haben erzählen lassen und diese mit der Hand auf Papier brachten. „Und die Geschichten der Gebrüder Grimm sind so toll und spannend, dass es sie heute noch gibt“, sagt die Stadtbibliothek-Mitarbeiterin und fügt hinzu: „Das Beste an Märchen ist, dass immer die Guten gewinnen.“

Und schon liest Yvonne Götze das erste Märchen vor – ohne den Titel zu sagen. Es dauert nicht lange und die Kinder wissen, um was es geht: Frau Holle. Gebannt lauschen sie der Erzählung und machen es sich auf Kissen bequem. Nach dem ersten Märchen gehen die Vorschulkinder auf Erkundungstour durch die Stadtbibliothek. An verschiedenen Stationen sind Symbole von Märchen aufgebaut – und die Kinder erraten, um welche Geschichte es sich handelt. Beim silbernen Schuh weiß Robin (5) sofort: „Das ist Aschenputtel. Nur ihr haben die Schuhe gepasst. Bei den bösen Schwestern haben die Täubchen gesagt: Ruckediku, ruckediku, Blut ist im Schuh. Der Schuh ist zu klein, die rechte Frau sitzt noch daheim.“ Gemeinsam mit den Kindern erarbeitet Yvonne Götze die Geschichten und einige Kinder wissen, wie alle Märchen enden. „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“, sagt Maya (6).

Rund eineinhalb Stunden dauert die Märchenreise, den Abschluss bildete das Märchen „Rotkäppchen“, bei dem die Kinder gemeinsam einen Kuchen aus einem Korb essen. Yvonne Götze hält Märchenerzählungen für Kinder für wichtig – sie seien eine wichtige Form der Sprachförderung: „Auch Kinder mit Migrationshintergrund können über Märchen gut in eine neue Sprache reinfinden.“ Im Kindergarten Heilig Kreuz sind Märchen ebenfalls in den Ablauf integriert: In der Ruhezeit im Kindergarten können die Kinder das Angebot nutzen, sich Märchen erzählen zu lassen. „Es ist spannend, hier zu beobachten, was bei den Kindern dabei alles hängenbleibt“, sagen die Erzieherinnen Ellen Schmidt-Kuhnert und Erika Kunkel-Lampa.

Wer Interesse an einer „Märchenreise“ in der Stadtbibliothek Hünfeld hat, kann sich unter Telefon (06652) 180-183 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.

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