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Aktuelles aus Hünfeld

Klinik fest in der Region verwurzelt

Hünfeld. Mit einem großen Familiengesundheitsfest und einer kleinen Festveranstaltung hat die Helios St. Elisabeth Klinik Hünfeld ihr 25-jähriges Bestehen des Neubaus der Klinik auf dem Hofberg gefeiert. Gleichzeitig beging der Helios-Konzern, der heute über 86 Kliniken allein in Deutschland verfügt, sein 25-jähriges Bestehen.

Klinikgeschäftsführer Sebastian Mock betonte zur Eröffnung der Festveranstaltung, dass die Klinik fest in der Region verwurzelt sei. Daran solle sich auch unter seiner Verantwortung nichts ändern. Bürgermeister Stefan Schwenk, der sich sowohl als Bürgermeister als auch als Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Bürgerhospital äußerte, betonte die Bedeutung kleinerer Krankenhäuser im ländlichen Raum für die medizinische Versorgung der Bevölkerung.
Die Klinik sei unverzichtbar für die Menschen im Hünfelder Land. Die Qualität der flächendeckenden Versorgung im ländlichen Raum werde zunehmend zu einem ganz entscheidenden Wettbewerbsfaktor für die Regionen in Deutschland. Deshalb hoffe er, dass die Klinik auch noch ihren 50. Geburtstag am Hofberg feiern könne.
Die Bedeutung der Klinik für die Region unterstrich auch Kreisbeigeordnete Sabine Bauer, die ein Plädoyer für eine ortsnahe medizinische Versorgung hielt. Der langjährige frühere Bürgermeister und „Baumeister“ der Klinik, Dr. Eberhard Fennel, berichtete vom langen Weg, der von der Grundsatzentscheidung im Jahr 1971, eine neue Klinik zu bauen, bis zum ersten Spatenstich für den Neubau 1991 führte.
1974 habe die Stiftung das Grundstück erworben und auf eigenes Risiko einen Architekten für die Vorplanung beauftragt, 1978 sei der Bedarf grundsätzlich durch das Land anerkannt worden und erst 1988 gab es angesichts des gewaltigen Investitionsstaus im Krankenhaus im Grundsatz grünes Licht für den Neubau durch den seinerzeitigen Staatssekretär Gerald Weiß. Sozialminister Karl-Heinz Trageser habe dann persönlich den Bewilligungsbescheid zum ersten Spatenstich 1991 mitgebracht.
Es habe sich aber sehr schnell gezeigt, dass in der veränderten Krankenhauslandschaft ein Haus in der Größenordnung Hünfelds nicht auf Dauer allein lebensfähig sein werde. Deshalb kam es nach umfangreichen Verhandlungen mit dem Klinikum Fulda mit Asklepios und Rhönkliniken schließlich zur Übernahme der Klinik durch den Helios-Konzern, der damals noch in Fulda ansässig war. Die Stiftung sei weiterhin Minderheitsgesellschafter an der Klinik mit 26 Prozent.

Der neue Regionalgeschäftsführer der Helios Region Mitte, Robert Möller, berichtete, dass der Helios-Konzern 2002, als Hünfeld eingegliedert wurde, bundesweit 21 Kliniken hatte. Heute gehören zum Konzern 86 Kliniken und 126 medizinische Versorgungszentren. Unter der Helios-Egide sei das Leistungsspektrum der Klinik erheblich erweitert worden, beispielsweise um die Palliativversorgung, die Hand- und Fußchirurgie sowie die Behandlung von Venenerkrankungen. Wichtig für die Entwicklung der Qualität ist aus Sicht von Möller der intensive fachliche Austausch der Mediziner in Fachgruppen der Klinikengruppe sowie die Erarbeitung gemeinsamer Standards.

Daran knüpfte auch die medizinische Regionalgeschäftsführerin Dr. Ulrike Heesemann an. Für sie sei Qualität keine Frage der Größe des Hauses, sondern vielmehr, dass die Klinik zum durch den Patienten und den Arzt gemeinsam definierten Behandlungserfolg führen könne. Das bedeute, dass kleinere Kliniken die Ehrlichkeit besäßen, nicht jede Behandlung vorzunehmen, sondern den Patienten den besten Weg für einen Behandlungserfolg aufzeigten, auch durch die Zusammenarbeit mit größeren Kliniken. Weiter helfen bei der Qualitätssicherung die Einhaltung verbindlicher Standards und die Möglichkeit, dass Mediziner aus kleineren Krankenhäusern auch auf den großen Wissenspool der Fachgruppen der Kliniken-Kette zurückgreifen könnten. Nicht die Größe entscheide über Qualität, sondern wie sie damit umgehe, betonte die medizinische Regionalgeschäftsführerin. In einem Rundgang stellte Geschäftsführer Mock anschließend das neu gestaltete Patienten-Service-Center vor, das sowohl für die Patienten, als auch für niedergelassene Ärzte eine Anlaufstelle ist.

Viele hundert Besucher kamen nachmittags dann zum großen Familiengesundheitsfest, bei dem es medizinische Vorträge, aber auch die Möglichkeit zur Besichtigung von OPs, eines Rettungswagens, eine Teddyklinik für die jüngsten Besucher und vieles andere mehr gab.

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