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Aktuelles aus Hünfeld

Sorgen im Forst

Hünfeld. Bei einer von Revierförster Rainer Maus vorbereiteten Waldbegehung und der praxisnahen Information zum aktuellen Buchensterben wurde der Forstkommission der Stadt Hünfeld. und ihrem Vorsitzenden Jürgen Bohl das Ausmaß der Problematik deutlich vor Augen geführt.
Aufgrund der Trockenheit werden insbesondere alte Buchen auf kargen Böden so stark geschädigt, dass diese in kurzer Zeit absterben und vertrocknen. Pilze, Bakterien und Insekten können die erkrankten Bäume leichter befallen und beschleunigen das Absterben.
Das Holz der trockenen Buchen verliert nicht nur an Wert, sie müssen aus Gründen des Arbeitsschutzes auch aufwändiger und mit höheren Kosten gefällt werden. Darüber hinaus stellen die abgestorbenen Buchen auch eine Gefahr dar. Trockene Äste können insbesondere bei Wind schnell abbrechen und möglicherweise auch Waldbesucher gefährden. Deshalb werden die abgestorbenen, trockenen Buchen, besonders an Waldwegen sehr zeitnah gefällt. Nur an ausgewählten Stellen werden die toten Baumriesen als "stehende Biotope" erhalten. Diese Empfehlungen der Forstkommission konnte der Burghauner Forstamtsleiter Sebastian Keidel aus der Sitzung für die weitere Beförsterung mitnehmen.
Das es insgesamt aktuell um den Wald nicht gut bestellt ist zeigte der Forstamtsleiter an verschiedenen Statistiken deutlich auf. Trockenheit und Borkenkäfer, haben auch den Hünfelder Stadtwald trotz vorausschauender und nachhaltiger Beförsterung zugesetzt. Zu diesen schwierigen Rahmenbedingungen kommen derzeit auch noch Umstellungen in der Forstbewirtschaftung und dem Verkauf des Holzes.
Der Hünfelder Stadtwald, der mit den Erlösen aus der Holzernte auch einen Beitrag zum Haushalt der Stadt leistet, muss daher in den nächsten Jahren weiterhin zukunftssicher aufgestellt werden, so der Kommissionsvorsitzende Bohl. Die Mischung von vielen Baumarten und standortgerechte Bepflanzungen sollen dabei helfen. Die klimatischen Veränderungen der letzen beiden Jahre werden dabei vom Forstamt Burghaun, zuständig für die Beförsterung des Stadtwaldes, berücksichtigt.
Der Forstkommission war es dabei wichtig festzustellen, dass der Stadtwald nicht nur als Wirtschaftsfaktor, sondern gleichrangig auch als Lebensraum für Pflanzen und Tiere und den Bürgern der Stadt Hünfeld als Erholungsraum nachhaltig zur Verfügung stehen muss.

 

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