Gut besuchte Bürgerversammlung
Viele Infos aus erster Hand
Bürgermeister Benjamin Tschesnok informierte dabei insbesondere über Vorhaben im Tiefbau, über die Kindergartenentwicklung, die Wärmeplanung, den Winterdienst und PV-Projekte.
Eingehend auf die Kinderbetreuung betonte der Bürgermeister, dass wohl keine Kommune im Kreis in den zurückliegenden Jahren so viel in die Kinderbetreuung investiert habe wie Hünfeld. Insgesamt seien 13 Millionen Euro investiert worden, und das nächste Großprojekt, die Modernisierung und Erweiterung der Kindertagesstätte St. Laurentius, stehe im Sommer vor der Tür.
Eingehend auf die Vielzahl an Tiefbaumaßnahmen berichtete der Bürgermeister, dass diese auch 2026/27 weiter gehen und stellte die vielen Projekte vor, wie die Querung für Radfahrer an der Landesstraße Hünfeld-Süd, den Kreiselbau an der Großenbacher und Molzbacher Straße und den Endausbau in vielen Neubaugebieten. Die neuen Baugrundstücke an der Molzbacher Höhe sollen erschlossen werden, um in die Vermarktung einzutreten.
Mit Blick auf die Wärmeplanung der Stadt Hünfeld skizzierte der Bürgermeister die weiteren Schritte wie die Einführung einer Energieberatung, die Machbarkeitsstudie für ein Wärmenetz für die Kernstadt und die Beratungsleistungen für die Bildung von Energiegenossenschaften.
Auch bei der Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen werden die Stadtwerke Hünfeld teilweise in Kooperation mit der RhönEnergie neue Akzente setzen – beispielsweise durch die Überdachung von Parkflächen und den Bau einer weiteren großen Anlage auf nicht baulich nutzbaren Restflächen im Industriegebiet. Laut Bürgermeister haben sich die Stadtwerke auch Flächen von rund zehn Hektar geringerwertiger landwirtschaftlicher Flächen für die Schaffung von Freiflächenanlagen gesichert.
Auch auf den Winterdienst und einige Beschwerden der Bürger ging der Bürgermeister ein. Die teils extremen Schnellfälle der vergangenen Wochen hätten dazu geführt, dass statt 50 bis 60 Tonnen in „normalen“ Wintern bislang schon 280 Tonnen Streusalz verbraucht werden mussten. Die Bauhofmitarbeiter waren diesen Winter 1390 Stunden im Einsatz, um Straßen und Wege freizuhalten und gingen dabei nach einer strikten Prioritätenliste vor. Zunächst sei es wichtig, Zuwege zum Krankenhaus und für die Buslinien zu räumen, dann seien Hauptverkehrsstraßen an der Reihe und erst nachrangig Anliegerstraßen. Er warb um Verständnis für die begrenzten Ressourcen mit fünf Einsatzfahrzeugen und mahnte auch die Selbsthilfe mit Schneeschaufel an.
