Ideen für Innenstadtlabor gesammelt

Workshop mit Ideen der Bürger 

Die Stadt Hünfeld hatte sich innerhalb des Landesprogramms „Zukunft Innenstadt“ für ein sogenanntes Innenstadtlabor beworben. Dafür stehen 150.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Für was das Geld genau eingesetzt werden soll, dafür wurden an diesem Abend erste Ideen gesammelt.

Bürgermeister Benjamin Tschesnok erklärte: „Mit diesem Projekt wollen wir weitere Weichen stellen, damit sich die Innenstadt weiter entwickeln kann.“ Den Möglichkeiten zur Nutzung des Innenstadtlabors seien keine Grenzen gesetzt, sollen aber den Vorstellungen der Bürger entsprechen, machte der Rathauschef deutlich. Er hoffte auf viele gute Vorschläge – und die ließen nicht lange auf sich warten.

Moderiert wurde die Veranstaltung von „Kommune Zukunft“, die als Beratergesellschaft Kommunen unter anderem bei Transformationsprozessen unterstützt. Geschäftsführer Moritz Meidert betonte: „Wir wollen eine Innenstadt, die Spaß macht.“ Projektleiterin Madalena dos Reis Gonçalves ermutigte die Teilnehmer des Workshops, ihre Ideen einzubringen und auch „drei Mal ums Eck zu denken“. Im Innenstadtlabor sollten Dinge ausprobiert werden. „Hünfeld hat eine tolle Innenstadt. Wir wollen, dass sie lebendig bleibt“, sagte sie.

In Kleingruppen wurden die Teilnehmer aktiv und schrieben ihre Träume für das Hünfelder Innenstadtlabor auf – erstmal ganz ohne Einschränkungen. Zahlreiche Ideen wurden gesammelt: Kino, Feierabendmarkt, Hüpfburgentage, Indoorspielplatz, eine mobile Küche, Chillzone, Werkstatt-Café, Beachvolleyball, Pop-Up-Store, Krimi-Dinner, Frühstücksmeile, Quatschbank und vieles mehr.

In einer zweiten Runde suchten sich die Teilnehmer einzelne Vorschläge aus und überlegten in Gruppen, mit welchen Kompromissen sich diese „Träume“ für Hünfeld umsetzen und herunterbrechen ließen.

Der Bürgermeister lobte die guten Ideen der Bürger. In den folgenden Wochen trägt nun „Kommune Zukunft“ die Vorschläge zusammen und wertet sie aus. Dabei fließen auch die Ideen der Zukunftswerkstatt ein, die der Bürgermeister in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Wigbert-, Jahn- und Konrad-Zuse-Schülern erarbeitet hat. Zudem werden die Themen aus dem Leitbild und Vorschläge aus der Mitmachkarte zum Innenstadtentwicklungskonzept nochmals aufgegriffen. Auch die Kommissionen für Stadtentwicklung, für Kinder- und Jugendangelegenheiten sowie die Kulturkommission setzen sich mit dem Innenstadtlabor auseinander.

Mitte Juni soll es eine weitere Veranstaltung als Bürgerworkshop geben. Die Ergebnisse werden dann dem Magistrat als Handlungsempfehlung überreicht.