Jahreshauptversammlung aller Wehren

Bei 336 Einsätzen gefordert

„Alle gestellten Herausforderungen wurden gemeistert. Wir haben die leistungsfähigste Feuerwehr im Landkreis Fulda“, freute sich Stadtbrandinspektor André van Gerven.

Dem pflichtete auch Bürgermeister Benjamin Tschesnok bei: „Ich bin verdammt stolz auf unsere Feuerwehren.“ Dabei ging er auch auf die engagierte Nachwuchsarbeit ein. Hünfeld habe die größte Jugend- und Kinderfeuerwehr im Kreis, betonte Tschesnok, der allen Ehrenamtlichen im Namen der gesamten Bürgerschaft Hünfelds dankte.

In seinem Jahresbericht verwies der Stadtbrandinspektor darauf, dass sieben Feuerwehrleute aus der eigenen Jugend in die Einsatzabteilungen gewechselt seien, acht weitere seien durch Zuzug dazu gekommen. Die Nachwuchsarbeit trage dazu bei, dass 70 Prozent der Feuerwehrleute unter 40 Jahren seien. Das Durchschnittalter liege bei Männern bei 37 Jahren und bei Frauen bei 30 Jahren.

Auch zur Ausbildung zog van Gerven eine gute Bilanz: 545 Lehrgänge seien angemeldet worden, dabei habe es 480 Einberufungen gegeben. Die Zahl der einsatzbereiten Atemschutzgeräteträger habe mit 107 erstmals die 100 überschritten. Für ihn sei 2025 ein ganz besonderes Jahr gewesen, in dem er von seinem Amtsvorgänger Thorsten Rübsam eingearbeitet wurde. Außerdem habe die Stützpunktfeuerwehr ein grandioses 100. Jubiläum gefeiert. Nicht nur dabei habe sich gezeigt, dass die Feuerwehren von Kameradschaft und Vertrauen leben, so van Gerven.

Er verwies in seinem Bericht auf die hohen Investitionen in die Feuerwehrhäuser in Michelsrombach und Mackenzell mit jeweils rund 1,3 Millionen Euro und kündigte weitere Beschaffungen bei der Fahrzeugausstattung an. Er dankte den städtischen Gremien, dass das mit den Feuerwehren abgestimmte Konzept für Mannschaftstransportwagen auf den Weg gebracht worden sei. Außerdem lägen die Förderbescheide für den neuen Gerätewagen Gefahrgut und Gerätewagen Logistik vor.

Eine große Herausforderung steht der Stadt Hünfeld bei der Modernisierung der Stützpunktfeuerwache bevor, von der auch Tschesnok berichtete. Die Machbarkeitsstudie dazu sei auf den Weg gebracht.

Seinen letzten Jahresbericht gab der bisherige Stadtjugendfeuerwehrwart Jan-Niklas Möller, der gemeinsam mit seinem bisherigen Stellvertreter Moritz Tischler neue Aufgaben auf Kreisebene übernehmen wird. Die zweite Stellvertreterin Natalie Kremer wird Aufgaben in ihrer Heimatwehr Rudolphshan übernehmen.

Für Möller verbinde sich diese Arbeit stets mit Erinnerungen an tolle Menschen. Er dankte für die Unterstützung der Jugendwarte und der Wehrführungen. Aktuell verfügt die Jugendfeuerwehr über 183 Mitglieder, davon 69 Mädchen. 17 Jugendliche sind im vergangenen Jahr aus den Kinderfeuerwehren hinzugekommen. Er kündigte an, dass die Hünfelder Jugendfeuerwehren auch 2026 wieder ein eigenes Zeltlager auf die Beine stellen wollen, nachdem es erneut auf Kreisebene kein Zeltlager geben wird.

Als Nachfolger in der Jugendfeuerwehrleitung wurden Leon Bayer als Stadtjugendfeuerwehrwart sowie Felix Schiffhauer und Johanna Stallknecht als Stellvertreter einstimmig bestätigt.

In seinem ersten Bericht als neuer Stadtkinderfeuerwehrwart verwies Stefan Perplies mit Stolz darauf hin, dass Hünfeld über die größte Kinderfeuerwehr im Kreis mit 115 Kindern in sieben Kinderfeuerwehren verfügt. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 150 Treffen mit 740 Übungsstunden. Er kündigte an, dass die Mitglieder einheitliche Kappen und Schutzhandschuhe erhalten. Beim Stadtfeuerwehrtag Mitte Mai in Michelsrombach solle es eine gemeinsame Abnahme der Tatze als Ausbildungsnachweis geben.

In die Brandschutzkommission der Stadt Hünfeld wurden von der Versammlung in geheimer Abstimmung Fabian Ruschke und Matthias Vogt gewählt.          

Die gute Zusammenarbeit mit den Hünfelder Wehren würdigten DRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Bott, Christoph Besse für die Bundespolizei, Kreisbrandmeister Pascal Möller und Markus Niewelt vom Kreisfeuerwehrverband.

Kreisbrandmeisterin Ramona Schendtner verabschiedete den Leiter der Kinderfeuerwehr Kirchhasel, Thomas Quinkler, der die Kinderfeuerwehr sieben Jahre geführt hatte.

 

„Ein gesellschaftlicher Ankerpunkt“

Der Hessische Innenminister Professor Dr. Roman Poseck hat bei der Jahreshauptversammlung der Hünfelder Feuerwehren nachträglich die Ehrenplakette des Landes Hessen an die Stützpunktfeuerwehr verliehen, die im vergangenen Jahr ihr 100. Jubiläum feierte.

Er überreichte die Auszeichnung an den Vorsitzenden des Hünfelder Feuerwehrvereins, Thomas Müller, und Wehrführer Michael Bäuml. Feuerwehren sorgten nicht nur für den Schutz ihrer Mitmenschen, sondern vermittelten auch gesellschaftliche Werte gerade an die jüngere Generation. „Das ist Menschlichkeit und Nächstenliebe im besten Sinne dieses Wortes“, sagte der Minister. Auf die Kameradinnen und Kameraden sei Verlass, auch in der Ortsgemeinschaft. Dadurch würden Feuerwehren zu einem gesellschaftlichen Ankerpunkt gerade in kleineren Orten. Ein Beispiel für dieses vorbildliche Engagement ist für den Minister Benjamin Kapp aus Großenbach, der mehr als 30 Jahre in vielen Funktionen der Großenbacher Wehr gedient habe – sei es als Gerätewart oder in der Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses. Ihm verlieh er als Vorbild für den herausragenden Einsatz das Brandschutzverdienstzeichen des Landes in Bronze.


Ehrungen und Beförderungen

Hauptfeuerwehrmann: Oliver Jahn (Rückers)
Löschmeister: Natascha Och (Sargenzell), Julius Hohmann (Roßbach), Jan-Niklas Möller (Michelsrombach)
Hauptlöschmeister: Manuel Nenzel (Roßbach), Niklas Abel (Malges) 
Brandmeister: Florian Ziegler, Luis Aha (Mackenzell), Adrian Biedenbach (Kirchhasel), Lukas Göllmann (Malges) 
Oberbrandmeister: Mario Jahn (Michelsrombach)
Hauptbrandmeister: Jürgen Schmitt (Rudolphshan), André van Gerven (Sargenzell)
Kinderfeuerwehr-Medaille Silber: Miriam Ruschke, Thomas Quinkler (alle Kirchhasel) 
Jugendfeuerwehr-Florianmedaille Silber: Nathalie Kremer (Rudolphshan), Moritz Tischler (Molzbach), Jan-Niklas Möller (Michelsrombach)
Brandschutzehrenzeichen Silber: Elmar Ebert (Dammersbach), Fabian Ruschke (Kirchhasel), Melissa Wehner (Mackenzell), Manuel Schäfer (Großenbach), Nadine Jahn, Stephan Perplies, Andreas Schaum (alle Michelsrombach) 
Brandschutzehrenzeichen Gold: Siegfried Helmke, Wolfgang Ritz (beide Roßbach)
Brandschutzverdienstzeichen Bronze: Benjamin Kapp (Großenbach)
10 Jahre aktiver Dienst: Dominik Abel (Malges), Mirco Hohmann, Benedigt Schäfer, Pascal Schröder (alle Großenbach), Adrian Biedenbach, Florian Trager (beide Kirchhasel), Oliver Jahn (Rückers), Tom Stupp, Niklas Jestädt (beide Dammersbach), Vanessa Finck, Luca Kimpel, Yvonne Mehler (alle Mackenzell), Moritz Tischler, Jonas Göb (beide Molzbach), Julian Kümpel, Jeremias Witzel (beide Sargenzell), Oliver Vogt, David Hohmann, Julius Hohmann, Andreas Fink (alle Roßbach) 
20 Jahre aktiver Dienst: Daniel Beckhoff (Stützpunkt), Manuel Nenzel (Roßbach), Fabian Ruschke (Kirchhasel), Natascha Weber (Rudolphshan), Thorge Czepa (Molzbach), Sven Reinhardt (Großenbach), Steven Griese (Dammersbach)
30 Jahre aktiver Dienst: Andreas Vogt (Michelsrombach) 
40 Jahre aktiver Dienst: Siegfried Helmke, Wolfgang Ritz (beide Roßbach), Uwe Schütz (Stützpunkt)
50 Jahre aktiver Dienst: Georg Wehner (Mackenzell)
Goldenes Leistungsabzeichen: Tobias Jahn (Rückers), Jan-Niklas Helmke (Roßbach), Björn Will, Christoph Ziegler, Tom Schneider (Mackenzell)
Leistungsabzeichen Gold 5: Elias Grosch (Mackenzell)
Leistungsabzeichen Gold 10: Christian Weinmeister (Dammersbach), Manuel Nenzel (Roßbach)
Leistungsabzeichen Gold 15: Matthias Vogt (Michelsrombach), Uwe Walter (Dammersbach)