Einweihung in Sargezell

Bauernhofgruppe wurde eingeweiht

„Für jedes Kind ist ein Bauernhof etwas Besonderes. Hier erfahren sie die Natur unmittelbar“, sagte Bürgermeister Benjamin Tschesnok. Er habe in den Gesprächen mit der Leiterin der Kindertagesstätte Buchfinkenland, Pia Biedenbach, mit Familie Kruse und den Vertretern des Trägervereins Kindertagesstätte Buchfinkenland e.V. spüren können, wie viel Herzblut in dieses besondere Projekt geflossen sei. 

Zudem verriet der Bürgermeister, dass sich die Kita-Gruppe auf dem Bauernhof befinde, wo der Hünfelder Amtsbock herkomme. „Es wäre doch schön, wenn beim Amtsbockbier-Anstich am Gaalbernfest die Kinder der Bauernhofgruppe dazukommen und Pate stehen würden“, sagte Tschesnok. 

Sein Dank ging an die städtischen Gremien, die von Anfang an dem Projekt gegenüber aufgeschlossen waren und die Finanzierung des außergewöhnlichen Vorhabens vorbehaltlos unterstützt hatten. Von der Stadt Hünfeld wurden für das Projekt 130 000 Euro zur Verfügung gestellt. „Das ist die beste Investition, die wir als Stadt Hünfeld tätigen können. Es ist eine Investition in die Zukunft“, so Tschesnok, der den Kindern noch einen Tret-Bulldog als Geschenk mitgebracht hatte. 

„Wenn ich hierherkomme, dann kommt mir meistens jemand von euch strahlend entgegen und gibt mir ein frisch gelegtes Ei, das gerade aus dem Nest geholt wurde. Es ist ein Traum für euch Kinder“, sagte die Leiterin der Kita Buchfinkenland, Pia Biedenbach. Sie hob die ansteckende Begeisterung von Sarah und Andreas Kruse hervor, die Unterstützung von Trägerverein und Stadt Hünfeld, die Verwirklichung des Projekts im Schnellverfahren, die gute Arbeit der einzelnen Gewerke, die wertvolle pädagogische Unterstützung durch das Kita-Team, das Engagement der Eltern und den persönlichen Einsatz von Andreas und Thomas Kruse sowie Florian Petter. 

„Hier erleben die Kinder die Natur als ein lebendiges und schützenswertes Gut und lernen Verantwortung und Wertschätzung für Menschen, Tiere und Pflanzen“, so Biedenbach. Mit der Bauerhofgruppe werde zudem ein Zeichen für die Landwirtschaft gesetzt, die in die Mitte der Gesellschaft gehöre und viel mehr Anerkennung verdiene. „Mit diesem Lernort Bauernhof schicken wir fröhliche, mutige, neugierige und kreative Kinder auf ihre Reise in das Leben“, schloss Pia Biedenbach. 

Vize-Landrat Frederik Schmitt verriet, dass Sarah Kruse im Anerkennungsjahr geflachst habe, man könne doch mal eine Bauernhofgruppe ins Leben rufen.  „Es ist super, wenn man flachst und träumt, denn manchmal werden aus Träumen großartige Projekte“, sagte er und überreichte den Kindern ein Bobbycar als „Dienstfahrzeug“. 

Außerdem sprachen Arthur Hahn vom Trägerverein Kindertagesstätte Buchfinkenland e.V., Landtagsabgeordneter Thomas Hering und Inken Quaas, Vorsitzende des Fördervereins Buchfinken e.V., die ein Geldgeschenk mitgebracht hatte. 

Pfarrer Stefan Remmert und Pfarrer Dr. Michael Müller gaben der Bauernhofgruppe Gottes Segen. 

Im Dezember vergangenen Jahres sind die Kinder bereits in die Bauernhofgruppe eingezogen. Auf dem Außengelände gibt es eine 50 Quadratmeter große Schutzhütte, neben Hühnern gibt es noch Mutterkühe und Kälber auf dem Hof vom Familie Kruse, die ihren Betrieb in biologischer Landwirtschaft führt. In einem Gemüsebeet können die Kinder selbst Gemüse anpflanzen und die Veränderungen im Laufe der Jahreszeiten erleben. 

Bei den Tieren und auf dem Außengelände verbringen die Kinder die meiste Zeit des Kindergartenalltags. Insgesamt besteht die Bauerhofgruppe aus 20 Kindern zwischen drei und sechs Jahren. Von 7.30 bis 13.30 Uhr werden die Kinder auf dem Hof betreut.