Wozu Kaviar?
Theater in Sargenzell
Wenn aus einer heruntergekommenen Eckkneipe plötzlich ein nobles Edelrestaurant werden soll, ist das Chaos vorprogrammiert: Die Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten unterhaltsame Theaterabende voller Verwechslungen, skurriler Figuren und pointierter Situationskomik. Im Mittelpunkt steht Wirtin Erna Wutschke, gespielt von Anne Hillenbrand. Vor Jahren hatte sie ihrem neureichen Cousin vorgegaukelt, ein erfolgreiches Edelrestaurant zu führen – in Wahrheit betreibt sie jedoch eine schlecht laufende Kneipe. Als der Cousin überraschend seinen Besuch ankündigt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Innerhalb von nur 24 Stunden soll aus der einfachen Eckkneipe ein Spitzenlokal entstehen. Unterstützt wird Erna von ihrem Lebensgefährten Karl Blümchen (Florian Petter), der kurzerhand vom Hausknecht zum Oberkellner eines gehobenen Restaurants avanciert.
Für zusätzliche Turbulenzen sorgen die etwas naiven Stammkundinnen Sandy und Mandy (Kristin van Gerven und Kerstin Schaum), die sich spontan als feine Gesellschaft ausgeben. Der wortkarge Dauergast Heini (Wolfgang Michel) weigert sich beharrlich, seine geliebte Kneipe zu verlassen, während Wolfgang vom „Weinschlösschen“ (René Kalb) alles daran setzt, Erna das Leben schwer zu machen. Auch Schalke-Fan Uwe (Manuel Mohr) möchte auf seine Stammkneipe nicht verzichten: „Was braucht es schon Kaviar, wenn man Currywurst und ein gepflegtes Bierchen haben kann?“ Für weitere Verwicklungen sorgt der Besuch des Cousins von den Bahamas (Frank Stenke), der von seiner Freundin Sarah-Jane (Carolin Hüfner) begleitet wird – einer ebenso kaufwütigen wie figurbewussten Erscheinung. Als schließlich auch noch eine Restauranttesterin des Magazins „Der Feinschmecker“ (Luzie Witzel-Pappert) angekündigt wird, gerät die improvisierte Edelgastronomie endgültig außer Kontrolle. Komplettiert wird das Ensemble durch Willy Bürger als Bürgermeister sowie Jutta Michel-Neu als dessen Ehefrau. Für zeitgerechte Akzente sorgen die Influencerinnen, dargestellt von Lilly Schaum und Mia Hüfner. Brigitte Lindner führte mit großem Engagement die Regie und Barbara Nemetz sorgte als Souffleuse für die Textsicherheit.
Der Förderverein Alte Kirche Sargenzell setzt sich seit Jahren für die Erhaltung und lebendige Nutzung der Alten Kirche ein. Neben der bekannten Früchteteppichausstellung gehören auch Theater und Konzerte zum festen Programm.
