100.000 Euro vom Land Hessen

Gemeinsam für mehr Cybersicherheit

Mit der gemeinsamen Einrichtung soll das Thema Informationssicherheit umfassend betrachtet und sowohl organisatorisch als auch technisch in den beteiligten Kommunen des Zweckverbandes Burghaun, Hünfeld, Nüsttal und Rasdorf auf ein einheitlich hohes Niveau gehoben werden. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen nachhaltig zu stärken. Einheitliche Standards sowie gemeinsam entwickelte Lösungen sollen dazu beitragen, Risiken der fortschreitenden Digitalisierung frühzeitig zu erkennen und ihnen wirksam, wirtschaftlich und ressourcenschonend entgegenzutreten. 

Grundlage der Zusammenarbeit bildet eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung, die am 23. Juni 2026 geschlossen wurde. Die beteiligten Kommunen stellen das für die IKIS notwendige Personal sowie die erforderlichen örtlichen Ressourcen unentgeltlich aus ihren eigenen Beständen bereit. Die Gesamtverantwortung für Organisation und Umsetzung liegt beim Geschäftsführer des Zweckverbandes, Ingo Rancke. Er übernimmt die Koordination zwischen den Partnern und fungiert gleichzeitig als Schnittstelle zu den verantwortlichen Entscheidungsträgern. Vorrangiges Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit des Zweckverbandes und seiner Mitgliedskommunen auch in Zeiten erhöhter externer Gefährdungen sicherzustellen. Die gemeinsam erarbeiteten Standards und Lösungen werden in einem zentralen Informationssicherheitssystem zusammengeführt. Darüber hinaus ermöglicht ein gemeinsames Wissensmanagement den Kommunen den Zugriff auf spezialisiertes Fachwissen, ohne externe Dienstleister beauftragen zu müssen. 

„Unsere Gesellschaft ist in hohem Maße von digitalen Strukturen abhängig. Dies gilt insbesondere für die Kommunen, die wichtige Aufgaben der Daseinsvorsorge erfüllen. Der Schutz von Daten, Hard- und Software sowie Netzwerken ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass Städte, Gemeinden und Landkreise jederzeit zuverlässig handlungsfähig bleiben. Gerade kleinere Kommunen stoßen hierbei häufig an ihre Grenzen. Das von Ihnen initiierte Projekt ist daher beispielhaft“, erklärte Roman Poseck bei der Übergabe des Förderbescheids. 

Er ergänzte, dass er zwar regelmäßig Förderbescheide überreiche, sich jedoch besonders freue, wenn Projekte das Potenzial hätten, landesweit als Vorbild für andere Kommunen zu dienen. Nachdem Marion Frohnapfel und Ingo Rancke die Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen im Zweckverband kurz vorgestellt hatten, fand Poseck nochmals lobende Worte. „Die interkommunale Zusammenarbeit im Zweckverband Hessisches Kegelspiel ist vorbildhaft. Ob der gemeindeübergreifende Generationentreff, die gemeinsame Touristeninformation oder das Dienstleistungszentrum im Kegelspielhaus, in dem zentrale Aufgaben etwa im Finanzwesen gebündelt werden: Hier sind effiziente und kostensparende Strukturen geschaffen worden, ohne die Eigenständigkeit der Mitgliedskommunen einzuschränken. Mit der Einrichtung der neuen Informationssicherheitsstelle wird dieser erfolgreiche Weg konsequent fortgesetzt.“