Fotos zum neuen Hünfelder Bildband
Hünfeld zum Staunen
Fotografieren kann heute jeder problemlos mit dem Smartphone. Aber meist fehlt diesen Aufnahmen das gewisse Etwas. Das wird deutlich, wenn man einen Rundgang durch die neue Ausstellung im Konrad-Zuse-Museum macht. Die Exponate haben nicht nur das gewisse Etwas, sondern auch eine visuelle Kraft, die den Betrachter fesselt. Gewohntes aus dem Stadtbild oder der Landschaft, an dem man im Alltag achtlos vorbeigeht, wirkt durch das Spiel mit Licht, Farbe und Perspektive plötzlich wieder interessant und lebendig. Und manches Mal muss der Betrachter sogar rätseln, wo das Foto überhaupt entstanden ist. Man sollte sich Zeit für den Rundgang durch die Ausstellung nehmen, um die Aufnahmen, die größtenteils nicht im Bildband abgedruckt wurden, auf sich wirken zu lassen. Zumal auf einem großen Bildschirm eine 60-minütige Foto-Präsentation in Dauerschleife läuft, die weitere 500 überaus sehenswerte Fotos aus dem Entstehungsprozess des Bildbandes zeigt.
Dass die Mitglieder des Fotoclubs das Hünfelder Leben in beeindruckenden Bildern eingefangen haben, hat mit der Neuauflage des Hünfelder Bildbandes zu tun, der in Kooperation mit der Stadt Hünfeld erschienen ist. 250 Fotos sind darin zu bewundern, sie alle zeigen, was Hünfeld und seine Stadtteile prägt und lebenswert macht. „Der neue Bildband war für uns ein guter Anlass, nach dem Fotokalender-Projekt 2023 wieder einmal aktiv zu werden. Ein Fotograf lebt auch immer ein bisschen von der Herausforderung“, verriet der Vorsitzende des Hünfelder Fotoclubs, Martin Sandrock, während der Vernissage. Er bedankte sich bei der Stadt Hünfeld für die gute Zusammenarbeit und bei Museumsleiterin Ute Schneider, im Museum ausstellen zu dürfen.
Stadträtin Sonja Hess dankte dem Fotoclub in Vertretung von Bürgermeister Benjamin Tschesnok für die schöne Ausstellung: „Es ist Ihnen wunderbar gelungen, die Seele Hünfelds einzufangen.“ Und sie schürte schon einmal Vorfreude mit dem Hinweis auf ein weiteres Kalender-Projekt des Fotoclubs, das für 2028 geplant sei.
Im Rahmen der Ausstellung sind auch Bilder zur Respekt-Kampagne der Stadt Hünfeld 2025 und eine kleine Präsentation zur Geschichte der Fotografie zu bewundern.
Die Ausstellung kann noch bis zum 17. Januar 2027 während der Öffnungszeiten des Museums besucht werden.
Eine Wand in der Ausstellung ist bislang noch kahl geblieben. Doch das soll sich in den kommenden Wochen ändern: Gesucht werden Fotografien von Hünfelder Lieblingsorten im Herbst. Mitmachen ist ganz einfach: Den Lieblingsort fotografieren und bis zum 16. November mit dem Namen des Fotografen per Mail senden an zuse-museum@huenfeld.de. Die Fotos werden anonymisiert aufgehängt und sind damit ein Teil der Ausstellung zum neuen Bildband. Ausstellungsbesucher können die Fotos vor Ort bewerten. Am ersten Adventswochenende sind alle Interessierten dazu eingeladen, in adventlicher Atmosphäre die Lieblingsorte der Hünfelder anzuschauen.
