Erste Bilanz

Sport stärker vernetzen

In dem Entwicklungsplan war festgestellt worden, dass die Angebote bei Anlagen und Vereinen sehr vielfältig sind. Deshalb konzentrieren sich die Anstrengungen auf einzelne Zielgruppen. 

Als eine der ersten Maßnahmen hatte sich das Konzept auf die Fahnen geschrieben, die Schwimmfähigkeit von Kindern im Grundschulalter zu verbessern. In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Schwimmsportverein, dem DLRG, Sportlehrern und Schulen wurde dazu im Hünfelder Hallenbad ein Kompaktschwimmkurs für Nichtschwimmer durchgeführt, damit diese Kinder zumindest das Niveau des Deutschen Schwimmabzeichens in Bronze erreichen konnten.      

Ein weiteres Ziel ist die Erweiterung der Angebote am Bewegungsparcours im Bürgerpark, wo das Rote Kreuz bereits seit einigen Jahren kostenfreie Angebote unterhält. Dieses Angebot wird derzeit weiter ausgebaut und soll sich künftig nicht nur an Senioren richten. Weitere Vereine wollen sich mit eigenen Angeboten beteiligen. Auch die Bewegungsangebote in den Kindertagesstätten wurden in den Blick genommen und mit den Trägern erörtert. 

Einen größeren Bedarf sieht das Sportentwicklungskonzept bei sogenannten offenen „Mitternachtssportangeboten“. Dabei steht nicht so sehr der Leistungsgedanke, sondern viel mehr der Spaß an Bewegung und die gemeinsame Aktivität im Vordergrund. Angesprochen werden sollen dazu vor allem Jugendliche und junge Erwachsene in Kooperation mit örtlichen Sportvereinen. Dazu müssen auch Gespräche mit dem Landkreis Fulda bezüglich der Hallenöffnungszeiten geführt werden. 

Weiterhin sehen die Planungen eine Erweiterung der zertifizierten Gesundheitssportangebote in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen vor. Auf der Agenda steht auch die Entwicklung eines Konzepts für die inklusive Bewegungsförderung bei älteren Menschen. 

Eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit werden auch mit den Bildungseinrichtungen wie der VHS und zwischen Vereinen und Schulen angestrebt. Das hat Bedeutung sowohl für Ganztagsangebote und Projekttage in der Schule und für die Integration von Geflüchteten als auch für benachteiligte Jugendliche.   

Insgesamt, so die Studie, die als Grundlage für den Sportentwicklungsplan diente, ist die Bürgerschaft sehr zufrieden mit den Angeboten und Sportstätten, wenngleich auch der Wunsch nach mehr frei zugänglichen Anlagen im öffentlichen Raum formuliert wurde, sagt Bürgermeister Tschesnok. Dem trägt die Stadt beispielsweise durch den Bau der Calisthenics-Anlage am Molzbacher Berg Rechnung. 

Allerdings zeigt das Sportentwicklungskonzept insgesamt für das Stadtgebiet in einigen Bereichen auch eine Überversorgung mit Vereinssportstätten auf. Dabei geht es beispielsweise um die Nachfolgenutzung nicht mehr benötigter Spielfelder von Fußballvereinen. In Sargenzell wurde auf dem ehemaligen Ausweichplatz eine Pump Track errichtet. Auch der SG Buchonia Rudolphshan wird künftig ihren B-Platz nicht mehr benötigen. Deshalb wurden die Fläche gekündigt und die Flutlichtmasten zurückgebaut. Die Fläche soll künftig wieder landwirtschaftlich genutzt werden.