Kompass-Projekt

Hünfeld fühlt sich sicher

Dazu gehörte auch die Präsentation der Ergebnisse aus einer Bürgerbefragung, anhand derer Probleme festgestellt und Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit Stadt Hünfeld und Polizei abgeleitet werden sollen. Bei dieser Befragung wurden auf wissenschaftlicher Grundlage insgesamt 3.760 Bürger angeschrieben, von denen sich insgesamt 791 (23 Prozent) an der Befragung beteiligt hatten. Polizeioberkommissar Dennis Metz und Ordnungsamtsleiter Bastian Bayer stellten die Ergebnisse vor. Mehr als zwei Drittel der Befragten, 71,4 Prozent, sind dabei der Meinung, dass sich die Sicherheit in Hünfeld in den vergangenen beiden Jahren nicht verändert hat. 22,4 Prozent sehen kein dringliches Problem. 28 Prozent gaben an, Orte bei Dunkelheit zu meiden. Nur 5,2 Prozent nannten Kriminalität und Sicherheit als Problemzone. 

Einige Maßnahmen im Rahmen des Kompass-Programms wurden bereits ausgeführt. Eine davon ist die „Schutzfrau vor Ort“: Polizeihauptkommissarin Jasmin Hohmann, sich im Rahmen der Sicherheitskonferenz persönlich vorstellte. Zu den Aufgaben der 43-Jährigen gehören unter anderem Präventionsvorträge sowie Vor-Ort-Termine in Kindergärten, Schulen oder bei Vereinen. Auch auf lokalen Veranstaltungen und dem Hünfelder Wochenmarkt, der jeden Freitagvormittag am Anger stattfindet, wird sie anzutreffen sein. „Die täglichen Begegnungen auf der Straße sind wichtig. Bürgernähe spielt eine große Rolle in meiner Arbeit. Für mich ich das kein Beruf, sondern eine Berufung. Ich lebe das“, betonte Jasmin Hohmann. Der Kontakt auf Augenhöhe wirke sich positiv auf das Sicherheitsgefühl aus, dafür seien in ihrer Tätigkeit genügend Zeitfenster für Gespräche und Präventionsarbeit vorgesehen, so die Schutzfrau. 

Außerdem wurde die Video-Überwachung am Bahnhof erneuert und auch die Jugend wird mit einbezogen: So wurde mit dem Bike-Park in Sargenzell ein Aufenthaltsbereich für Jugendliche geschaffen und mit der Graffiti-Kunst an Hünfelder Stromkästen werde sowohl die Stadt verschönert als auch ein Wertschätzungsgefühl bei den Jugendlichen erzeugt. „Auch wenn etwas ungepflegt aussieht, beeinträchtigt dies das Sicherheitsgefühl“, betonte Dennis Metz. „Mit unserem Mängelmelder haben wir beispielsweise ein hilfreiches Instrument an der Hand, um gezielt Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten“, hob Bastian Bayer hervor. 

Neben der Rückschau und dem Blick auf bereits Erreichtes gab es zum Ende der Sicherheitskonferenz auch einen Ausblick über noch anstehende Präventionsmaßnahmen. Diese sollen verstärkt in der Jugendarbeit, im Verkehr und mit regelmäßigen Begehungen von „Angstorten“ wie Bürgerpark oder Kastanienallee umgesetzt werden.