Wasserwerfer und Strobo-Licht
Vergleichsübung der Bundespolizei
Nachdem Hünfeld im Jahr 2023 den ersten Platz auf Bundesebene erreicht hatte, fungierte die Stadt diesmal als Ausrichter und nahm nicht am Wettbewerb teil. Die Übung musste im Vorjahr aufgrund hoher Einsatzbelastung abgesagt werden und wurde jetzt nachgeholt. Zwei Tage kämpften 20 hochspezialisierte Polizeiteams um den Sieg, den Abschluss bildete die zehnte Station mit dem Titel „Lauf Forrest, Lauf!“ in der Konrad-Zuse-Stadt, bei der insbesondere Ausdauer und Belastbarkeit im Fokus standen und den Mannschaften einiges abverlangte.
Bürgermeister Benjamin Tschesnok gab gegen 18 Uhr nach leichter Verzögerung den Startschuss am Festplatz. Im Anschluss absolvierten die teilnehmenden Teams einen anspruchsvollen Parcours, der neben den körperlichen Herausforderungen auch logische Aufgaben bereithielt. Im Team mussten sich die Einsatzkräfte auf verschiedene Situationen einstellen und improvisieren. Vom Festplatz verlief der Parcour durch den Bürgerpark, ehe die Teams sich durch das dunkle und vernebelte Stiftsbewölbe mit Strobo-Licht kämpfen mussten. Vor dem Rathaus galt es einen Container zu überwinden, was durch den Einsatz von zwei Wasserwerfern deutlich erschwert wurde. Nachdem in voller Montur der Haselsee durchschwommen werden musste, ging es für die Teilnehmer nochmal auf der letzten Etappe bergauf – über den Weinberg bis zum Gelände der Bundespolizei. Angefeuert wurden sie von Angehörigen, Kollegen und vielen interessierten Zuschauern aus der Region, die sich begeistert von den außergewöhnlichen Leistungen der Polizisten zeigten, die sich Abseits von diesem Wettkampf mit ihren Kompetenzen für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger einsetzen.
Neben dem sportlichen Wettkampf wurde von den Veranstaltern auch der Aspekt der Zusammenarbeit betont. Nach Angaben von Polizeioberrat Julian Neumann basieren derartige Übungen auf Vertrauen und gegenseitiger Unterstützung innerhalb der Einheiten.
Die Organisation der Veranstaltung erfolgte in Kooperation mit der Stadt Hünfeld, der ein besonderer Dank galt. Auch Bürgermeister Benjamin Tschesnok freute sich, eine so tolle Veranstaltung in Hünfeld ausrichten zu können und unterstrich, dass die gute Zusammenarbeit mit der Bundespolizei am Standort Hünfeld seit Jahren von gegenseitigem Vertrauen geprägt sei.
Zum Abschluss der Übung wurden die Platzierungen bekanntgegeben: Den ersten Rang belegte die BFE Berlin, gefolgt von der BFE Thüringen und der BFE Blumberg. Insgesamt nahmen rund 120 Einsatzkräfte an dem Wettbewerb teil.
Ein abschließendes Fazit zog Polizeihauptkommissar und Pressesprecher Michael Moser. Demnach habe die Übung den Einheiten die Möglichkeit geboten, sowohl taktische Abläufe als auch ihre physische Leistungsfähigkeit unter realitätsnahen Bedingungen zu überprüfen.
